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Die deutsche Gartenstadtbewegung : zusammenfassende Darstellung über den heutigen Stand der Bewegung
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fchaft mit der Stadt Durlad) in Verbindung wegen Abgabe eines größerenzwifcben Durlad) und Karlsruhe gelegenen Hllmendegeländes. Auch Ijier machtedie Kanalifation große Schwierigkeit, und als fchließlicb im Äuguft 1909 dieKanalifation gejlcTjert, der Bebauungsplan entworfen und der Kaufkontraktmit dem Stadtrat bereits vereinbart war, da verfagten die allmendberecbtigtenBürger, die von den Gegnern einer fozialen Klobnungsfürforge aufgebestwaren, ihre 3uftimmung zu dem Verkauf des Geländes, obgleich ihnen einereichliche Entfcbädigung feitens der Stadt zugeßcbert war. Da inzwifchendie Stadt Karlsruhe die Entwäfferung von Rüppur begonnen hatte und auchfeitens der Stadtverwaltung nunmehr größeres (Iloblwollen gezeigt wurde,fo wurden die erft erwähnten Verhandlungen wieder aufgenommen und imLaufe weiterer 5 li Jahre zu einem befriedigenden Äbfcbluß geführt. Darnacherklärt fich die Forft- und Domänendirektion bereit, der Gartenftadt Karlsruhe

Gartenftadt Karlsrube Eingangsplatz. Hrd). K. Kodier.

zunäcbft ein rund 12 ha großes Gelände zum Preife von 3 M. für denQuadratmeter bei koftenlofer Abtretung des für Straßen und Plälje benötigtenGeländes zu verkaufen. Da das benachbarte Privatgelände bereits mit56 M. bezahlt wird, fo liegt in diefer Preisftellung ein erfreulichesEntgegenkommen. Dazu braucht jeweilig nur diejenige Fläche käuflichübernommen zu werden, die in der betreffenden Bauzeit benötigt wird.Bis dahin kann die Fläche von der Genoffenfchaft zum landwirtfcbaftlicbenNu&ungswert gepachtet werden. Die wicbtigjlte der Kaufbedingungen ift die,daß die Genoffenfchaft durch Eintragung des (Xliederkaufrecbtes und An-drohung hoher Konventionalftrafen verpflichtet ift, das Gelände weder durchKauf nod) durch Erbbaurecht weiter zu geben. Bei den Verhandlungen überBebauungsplan, Bauordnung und Kanalifation hat die Stadt größeres Ent-gegenkommen als früher bewiefen, fodaß nunmehr dem Beginn der Bau-tätigkeit nichts mehr im (Hege ift.

Das Gartenftadtgelände ift landfcbaftlicb fchön gelegen. In weitemBogen legt fich der ftädtifcbe Klald herum, durch den zahlreiche (liege zuAusläufern des Schwarzwaldes führen. Der Boden ift für Gartenbau ge-eignet und zugleich ein guter Baugrund. In 8 Minuten gelangt man mit derbalbftündig verkehrenden Älbtalbabn in die Stadt. Vom neuen Karlsruherr}auptbahnbof ift das Gelände nur l 1 /» km entfernt.

ttlährend der jahrelangen ergebnislofen Verhandlungen war die Mit-gliederzahl von etwa 250 auf 160 berabgefunken, ftieg jedoch, nachdem das

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