einfachen (Horten bat E. Fjoward in feinem grundlegenden Buche einenAngelpunkt des ganzen Problems treffend gekennzeichnet. Aber um dieMaffe der Menfcben aus iljrer repgnierten Stumpfheit aufzuwecken, peüberhaupt zum Seben zu bringen, ift meift das gefprochene oder gefcbriebene(Hort allein nicht ftark genug. r}ier halfen mit gutem Erfolg unfere (Hander-ausft eilungen. Durch zablreiche Änpcbten, Grundriffe, Pläne und Modelle,Bebauungspläne und ftatiftifdbes Material aus deutphen und ausländifchenGartenpedlungen zeigen pe in feljr anfcbaulicber (Heife, was phon erreichtworden ip, da wo die Menfcben durch gegenfeitige Fjilfe ihre fcbwacbenKräfte erhöht baben. Die Äuspellungen werden dauernd durch das neuefteMaterial ergänzt und wurden fcbon in vielen größeren und kleineren Städtenmit gutem Erfolge gezeigt.
Noch beffer freilich ift es, wenn man die Menfcben in die (Hirklichkeitfelbft hineinführen kann, daß pe auch den warmen rjerzfcblag des neuen,frifcher pulperenden Lebens fühlen können, wo pe nicht nur fcböne ßäuferund Straßen und Städte fehen, fondern darinnen das, wofür wir doch legtenEndes dies alles bauen, gefunde, kraftvolle, lebensfrohe Menfcben. In Deutfcb-land freilich waren die wenigen Gründungen noch nicht fo weit. Darumentfchloffen wir uns, im Jahre 1909 eine lOtägige foziale Studienreife nachEngland zu veranftalten. Ueber 200 Ferren und Damen, darunter Vertreterverfcbiedener deutfcher Regierungen, zablreicher Städte und wichtigerVereine nabmen an diefem Hnphauungsunterricht teil. Die Reife, währendder wir in England über alle Erwartungen herzlich und gaftfrei auf-genommen wurden, machte die meiften der Ceilnebmer zu eifrigen Förderernunferer Beftrebungen. Im Jahre 1910 wurden zwei kleinere Reife-gefellfchaften durch die englifcben Gartenftädte geführt, und diefe Reifenfollen nun alljährlich wiederijolt werden. Für die im Juli 1911 pattpndendeReife baben pch bereits eine ganze Änzabl Ceilnebmer, darunter befondersviele ofpzielle Vertreter größerer Städte, angemeldet. Die Studien, die von deniCeilnebmern der erften Reife gemacht wurden, haben wir in einem reich11 ufixierten (Herk unter dem Citel: „Aus englifcben Gartenpädten" beraus-gegeben. (Siebe Schriftenverzeichnis auf der legten Seite!)
Im nächften Jahre werden wir die erfte Reife durch deutfcbe Garten-pedlungen machen können! Die Deutfcbe Gartenpadt-Gefellphaft peht jedochibre Aufgabe nicht nur in der Anregung, fondern vor allem auch in derMitarbeit bei der praktifcben Äusfübrung ibrer 3iele. Diefer wicbtigpenArbeit wird pe mit der zunebmenden 3abl pchtbarer Erfolge ibreKräfte immer mehr zuwenden können So bat befonders im legten Jabreunfere Beratungsftelle für [Induprieanfiedlung unter Leitung vonProf. Franz (Cechnifcbe Fjocbfcbule, Charlottenburg) fepe Gepalt gewonnen.Sie wurde fcbon von mebreren Kleinftädten in Fragen der Stadterweiterung,der Anlage von Kraftzentralen, Eifenbabnanlagen, cüerkftätten u. a. in Hn-fprucb genommen. Von der Beratungspelle werden Auskünfte und Gutachtenerteilt und Projekte ausgearbeitet. Von einem dort bearbeiteten, zurzeit in
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