gewohnt, anderen Vorlchläge zu unterbreiten. Was immer mir durch den Kopf ging, wurde aufdem direkteften Wege fofort genehmigt. Im Gegenfatz zu der mein Haus umgebenden groß-zügigen Landlchaft mit Ebenen- und Hochgebirgscharakter gelangt man in der neuen Er-weiterung, durch Bäume forgfältig gedeckt, zu einem Durchgangsbogen und blickt in einemit Liebe und Eifer gefchafFene Idylle - in das fogenannte «Freudental». Das war meinezweite Haustüre. Von hier aus hatte ich die Landtchaft komponiert - was um fo leichter mög-lichwar, als auf dem ganzen Terrain, abgefehen von den alten Eichen, keine Bäume ftanden -zu Füßen ein blumiges Tal in wörtlicher Bedeutung. Durch ein farbiges Feld läuft ein IchmalerFußweg zu breiten Stufen mit alten Steinfiguren, welche den Anfang einer Birkenallee mar-kieren. Links führt [feil eine von Rofen eingefaßte Himmelsleiter zum «Altar der Freund-Ichaft», auf dem die Worte Goethes zu lefen find: «Uns gaben die Götter auf Erden Elyfium!»
Eine kleine Arena, mit Rafenftufert von hohen, ftark filhouettierten Hecken umrahmt, be-krönt den Höhenrücken, auf dem mächtige Pappeln flehen.
Hier begannen oder endigten fo viele (chöne Felle, die nur treue Freundfchaft feiern kann.
Weiter führt die Birkenallee zum neuen Weiher mit einem verliebten Schwanenpaar undvielen kleinen Zierenten, zu denen fich abends die Wildenten der Umgebung gerne gefellen,
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