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Der Hofgarten zu Düsseldorf und der Schlosspark zu Benrath : von O. R. Redlich, Fr. Hillebrecht und Wesener. Hrsg. vom Düsseldorfer Geschichts-Verein zum 14. August 1893
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Schlosspark und Anlagen zu Benrath.

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An hervorragend schönen Laubbäumen bietet derBlumengarten in mächtigen Exemplaren: Platanen, Ulmen,Ahorn, Blutbuchen, Linden, Kastanien; eine prachtvolleGleditschia triacanthos; den Tulpenbaum (Liriodendrontulipifera); ferner buntblättrige Eichen, Ulmen, Ahorn;an der Brücke die reizende geschlitztblättrige Buche (Fagusasplenifolia), den Geweihbaum (Gymnocladus canadeusis)und die blüthenreiche Catalpa bignonioides; Trauer-Eschen,-Weiden und -Birken. Reichhaltig ist der Garten anBlüthensträuchern, von denen in grösseren Gruppen ver-treten sind: Azalea pontica und mollis, die glutfarbigenAlpenrosen (Rhododendron), die lieblichen Malus floribunda,Pyrus spectabilis, Cydonia japonica, ferner Magnolien,Syringen, Weigelien, Spiräen und Rosen.

der Westseite eindiesem sehen wir

Den Blumengarten schliesst anehemaliger Wassergraben ab; hinterdie Gehölz- und Baumschulen, bestimmt zur Anzuchtund'Cultur der besseren, bekannten und neueingeführtenObstarten, Gehölze, Allee- und Parkbäume, welche zurUnterhaltung der Gesammtanlagen benöthigt werden.Ueberflüssiges wird verkauft.

Wir verlassen den Blumengarten aus dem Eingangs-thore wieder und treten sofort in die Haupt-Allee deseigentlichen Parkes. Eine weite Perspective, in der Ferneam Rheinufer endend, öffnet sich vor uns, auf beidenSeiten vom Hochwald umschlossen. Wo wir rechts undlinks den Blick in das Unterholz dringen lassen, sehenwir mächtige Buchen- und Eichenschäfte aus dem dich-testen Gewirr gen Himmel streben.

Lenötre's grossartige Ideen sind im Benrather Parkursprünglich voll und ganz zur Ausführung gekommen.Im Verlaufe unserer Wanderung erkennen wir des Oefteren,dass die Absicht des im Sinne des grossen Meistershandelnden und ausführenden Gartenkünstlers, durch dieGrossartigkeit und Erhabenheit der einzelnen und miteinander verbundenen Prospecte zu imponiren, bei derAnlage des Ganzen unzweifelhaft erreicht wurde. Wirvermuthen mit Recht, dass es damals, dem Geschmackeder Zeit entsprechend, nicht gefehlt hat an hohen, senk-rechten, unter der Scheere gehaltenen grünen Wänden,an coulissenartig gezogenen Hecken, an fächerförmigverschnittenen Alleebäumen, ganz so, wie die berühmten

Parkanlagen

uns das heute noch vor Augen

Versaillerführen.

Bezeichnungen, die sich aus jener Zeit bezüglicheinzelner Theile des Parkes bis heute noch erhalten haben,z. B. „Fächer-Allee" (hinter dem Blumengarten und

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