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Hygienische und soziale Betätigung deutscher Städte auf den Gebieten des Gartenbaus
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Die öffentlichen Gartenanlagen der Stadt Mainz

Am Fuße der rheinhessischen baumlosen Hochebene gelegen,welche nordwestlich der Stadt in die teilweise mit dürftigemKieferwald bestandene Gonsenheimer und Mombacher Sandsteppenübergeht, bietet Mainz, von Süden und Südosten gesehen, mit demherrlichen Rheinstrom im Vordergrund, an welchen sich das breiteparadiesisch schöne und gesegnete Landgefilde des Rheingauesschließt, in der Ferne begrenzt von den waldigen Hügelzügen desTaunus, ein eigenartig schönes, fesselndes Landschaftsbild.

Vormals in gärtnerischer Beziehung vernachlässigt, hat man inden letzten drei Jahrzehnten diesen Mangel durch zweckentsprechendeAnlagen von wechselnder Gestaltung sowohl im Innern der Stadtals auch in deren nächster Umgebung abzustellen gesucht undhierdurch das Gesamtbild der Stadt nicht nur wesentlich ver-schönert, sondern auch dem Aufenthalt für Einheimische und Fremdein Mainz erhöhte Annehmlichkeiten verliehen. Diese von derStadtverwaltung fürsorglich geleiteten Bestrebungen erstrecken sich,abgesehen von zahlreichen ausgedehnten Anpflanzungen von Allee-bäumen, vorwiegend auf vier nachstehend genannte, räumlich ge-trennte Partien :

1. das Blumenschmuckstück auf dem Bahnhofsplatz; 2. die mitreichem Blumenschmuck und Gehölzpflanzungen ausgestatteten An-lagen der Kaiserstraße; 3. der Stadtpark (sogenannteAnlage");4. der Promenadenweg und der städtische Friedhof.

1. DAS BLUMENSCHMUCKSTÜCK AUF DEMBAHNHOFSPLATZ

Dem großen, von stilvollen prächtigen Gebäuden eingerahmtenPlatze angepaßt, zeigt dieses Blumenschmuckstück vom zeitigenFrühjahr bis zum späten Herbst eine überaus effektvolle, mehrfachwechselnde Bepflanzung. Der Durchmesser des Beetes beträgt10,50 m, und erhebt sich dasselbe bis zu einer Höhe von 1,20 mvom Rasen. Während der Frühjahrsflor sich hier auf diversenGoldlack, Pensee, Myosotis, Primula auricula usw. usw. beschränkt,zeigt der Sommerflor unter wohldurchdachter Farbenzusammen-stellung eine Auslese der herrlichsten Teppichbeetpflanzungen, sowieeinen dauernden oder ständig erneuerten Blütenflor, um hier durchnur teppichartige Bepflanzung jede Eintönigkeit zu vermeiden. Auchdem Herbstflor wird durch einen auserlesenen Asternflor Rechnunggetragen. Als Mittelpunkt dieses Beetes dient ein über 3 m hoherPhoenix canariensis mit weit ausladenden Wedeln.

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