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Landhäuser : ausgeführte Bauten mit Grundrissen, Gartenplänen und Erläuterungen
Entstehung
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Abb. 57 bis 59DACHGESCHOSZ, OBERGESCHOSZ UND ERDGESCHOSZ

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finden mußte. Das Eßzimmer war durcheine vorhandene Wandvertäfelung be=itimmt. Da es ziemlich klein war, follteder Anfchluß an die Halle fo erfolgen, daßbei Gefellfchaften durchgedeckt werdenkonnte. Für das Empfangszimmer warbeftimmend, daß ein erhöhter Platz fin-den Flügel vorhanden fein mußte. Dieferfollte jedoch fo gelegen fein, daß er auchzu kleinen Aufführungen dienen konnte,für die die Zufchauer in der Halle faßen.Ein durch Spiegelfcheiben abgetrennterPflanzenraum follte fich außerdem demEmpfangszimmer anfchließen und manfollte vom Zimmer auch auf eine bededueTerralfe gelangen können, die fich an dieferAusfichtsfeite anfchloß. Aus folchen fehrweitgehenden Sonderwünfchen hat fich dieLage und Geltalt der drei Haupträume,Halle, Eßzimmer, Empfangszimmer er=geben. Die Aufgabe der Zimmerausge=Haltung wurde dadurch erfchwert, daßfaft fämtliche Möbel vorhanden waren.Das Herrenzimmer wurde auf Wunfehebenfalls an die weltliche Ausfichtsfeitegelegt. Als Hauptaufenthaltsraum mußteim vorliegenden Falle die Halle gelten,fie erhielt daher die befte Wohnlage nachSüden. Neben dem Eßzimmer wurdeein ziemlich geräumiger bedeckter Sitz=platz gewünfeht, defien offene Seite eben=falls nach Süden gerichtet ilt. Für dasSchlafzimmergefchoß und das weitgehendausgebaute Dachgefchoß lagen ähnlichweitgehende Wünfche vor. Zwifchen demSchlafzimmer des Herrn und dem der Dameliegen an einem kleinen Sonderflure diegetrennten Bade= und Ankleideräume. DasZimmer der Tochter mit Bettnifche erfuhreine befonders forgfältige Ausbildung. Daim Dachgefchoß noch reichliches Galtgelaßuntergebracht werden mußte, ilt die Hauptetreppe bis dahin geführt. Bei den weit«verzweigten Grundrißanforderungen wares nicht leicht, zu einem einfachen Aufbauzu gelangen. Das Haupthaus [teilt fich darals Durchdringung zweier Hauskörper vongleicher Firlthöhe. Da Heilbronn auf einemSandfteinlager ruht, ergab fich als natür=licher Bauftoif eben diefer Sandftein. Nurbeim herausgeftredeten Anbau wurde fürdie Mauerflächen Putz gewählt .Viel gefpartwird dadurch nicht, daFenftergewände undSockel doch von Werkltein find. In derFormengebung wurde verbucht, der füd=deutfehen Art Rechnung zu tragen. DasHaupthaus umfaßt eine bebaute Flächevon 530 qm, der Flügelbau von 105 qm.