Druckschrift 
1 (1909)
Entstehung
Seite
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WEDER Lucien noch Frau von Bargeton, nochGentil, noch Albertine, die Kammerfrau, sprachenjemals von den Vorfällen dieser Reise; aber mandarf annehmen, daß die fortwährende Anwesenheit derbedienten sie für einen Liebhaber, der alle Wonnen einerEntführung erwartet hatte, sehr verdrießlich machte.Eucien, der zum erstenmal in seinem Leben Extrapostluhr, war wie aus den Wolken gefallen, als er fast die ganzesumme, die er für ein Jahr seines Lebens bestimmt hatte,Inf der Straße von Angouleme nach Paris verschwindensah. Wie alle Menschen, die die Reize der Kindlichkeitttüt der Kraft der Begabung vereinigen, hatte er den Fehler,f iaß er beim Anblick von Dingen, die für ihn neu waren,Se me naive Verwunderung nicht unterdrückte. Ein Mannßiuß eine Frau gut studieren und darf seine Gefühle undbedanken nicht gleich im Entstehen sehen lassen. Einebeliebte, die Zärtlichkeit und Größe verbindet, lächeltüber Kindereien und versteht sie; aber wenn sie nur ein"ißchen Eitelkeit hat, verzeiht sie ihrem Geliebten nicht,w enn er sich kindisch, eitel oder kleinlich zeigt. Vielebrauen übertreiben den Kultus mit ihrem Gehebten soSe hr, daß sie immer einen Abgott in ihm finden wollen;während die, die einen Mann um seiner selbst willen undnicht zuerst in bezug auf sich heben, seine kleinen Zügeebenso verehren wie seine Größe. Lucien hatte noch nichtgemerkt, daß die Liebe bei Frau von Bargeton auf dieEitelkeit gepfropft w r ar. Er beging den Fehler, das Lächelnnicht zu beachten, das Louise während dieser Reise manch-mal nicht unterdrücken konnte, wenn er sich das possier-liche Benehmen einer jungen Ratte, die zum erstenmala us ihrem Loch kommt, erlaubte, anstatt es für sich zubehalten.

Die Reisenden stiegen im Hotel du Gaillard-Bois in derRiie de l'Eohelle vor Tagesanbruch ab. Die beiden Lieben-

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