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2 (1899) Praktische Unterrichtslehre für Seminaristen und Volksschullehrer : [mit Katholischer Katechetik]
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A. U. Von der Methode des Unterrichts.

und mechanisch erraten lassen (darum Wahlfragen [Rätsel-fragen]).

y) Die disjunktiven (trennenden) Fragen fordern, dafsder Schüler zwischen zwei (oder mehreren) Urteilen für dasrichtige sich entscheide.

Z. B. Bewegt sich die Sonne um die Erdeoder die Erde um die Sonne?

b) Arten der Fragen. Die Fragen sind nach dem Inhalt,nach der Form und nach dem Zweck verschieden.

«) Was den Inhalt betrifft, so kann die Frage als Ant-wort verlangen: Subjekt, Prädikat, Objekt, Umstand, Beifügungoder eine Begriffsbestimmung.

1. Nach dem Subjekt fragtman mit wer, wenn eseine Person ist, mit wasin allen anderen Fällen —(bestimmter mit welcher,welche, welches).

2. Nach dem Prädikat fragtman mit wie, was, wievielfach etc.

3. Nach dem Objekt fragtman mit wessen, wem,wen oder was etc.

4. Nach dem Umstand fragtman mit wo, woher,wann, auf welche Art,warum, weshalb etc.

5. Nach dem Attribut fragtman mit was für ein,welcher, wie viel etc.

Wer ist Sieger geblieben? — Wer

hat Amerika entdeckt?Was (welches Geräte) dient zum

Ackern ?

Wie ist das Bier dem Geschmacke

nach?Was thut der Hund, wenn man ihn

reizt?Wie vielfach ist das Geschlecht

des Plauptwortes ?

Wessen ist der Richter kundig?Wem mufst du folgen?Wen soll jeder Mensch lieben?Wo (in welcher Stadt) wurde Jesus

geboren?Wann war die Schlacht bei Sadowa?Warum fiiefst das Wasser bergab?

Was für Speisen sind den Zähnenschädlich?

Was für ein Buch ist die Bibel?

Welches Baumes Rinde dient zumGerben? — Was für ein fragtauch nach der Art, zu der ein Dinggehört: Was für ein Stern istder Mond? Planet.