Druckschrift 
2 (1909)
Entstehung
Seite
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kasse nichts mehr verlangen; trotz seinem guten Willenwar Lucien noch nicht imstande, zu arbeiten, er pflegteübrigens Coralie, um Berenice die Arbeit zu erleichtern;der ärmliche Haushalt kam nun also jetzt in völligenVerfall. Er hatte indessen das Glück, in Bianchon einengeschickten und aufopfernden Arzt zu finden, der ihmbei einem Apotheker Kredit verschaffte. Die Lage Co-ralies und Luciens wurde den Lieferanten und demHausbesitzer bald bekannt. Die Möbel wurden gepfändet.Die Schneiderin und der Schneider, die jetzt den Jour-nalisten nicht mehr fürchteten, trieben nun energischihre Forderungen gegen die beiden Zigeuner ein. Schließ-lich gaben nur noch der Apotheker und der Schlächterden unglücklichen jungen Menschen Kredit. Lucien, Bere-nice und die Kranke konnten fast eine Woche langnichts als Schweinefleisch in all den mannigfaltigen For-men essen, die die Schlächter ihnen gaben. Das Schweine-fleisch, das seiner Natur nach entzündlich ist, verschlim-merte die Krankheit der Schauspielerin. Lucien war vonder Not gezwungen, zu Lousteau zu gehen, um die tau-send Franken zu fordern, die dieser frühere Freund, derVerräter, ihm schuldete. Lousteau konnte nicht mehr seineWohnung in der Rue de la Harpe betreten, er wohnte beiseinen Freunden, er wurde wie ein Hase verfolgt und um-stellt. Lucien konnte den verhängnisvollen Mann, der ihnin die literarische Welt eingeführt hatte, nur bei Flicoteauxfinden. Lousteau an dem nämlichen Tisch, an dem Lu-cien ihn zu seinem Unglück an dem Tage getroffen hatte,wo er sich von d'Arthez entfernt hatte. Lousteau lud ihnzum Mittagessen ein, und Lucien nahm an! Als beim Fort-gehen Claude Vignon, der an diesem Tage auch da,Lousteau, Lucien und der große Unbekannte, der seineGarderobe wieder zu Samanon gebracht hatte, ins CafeVoltaire gehen wollten, um eine Tasse Kaffee zu trinken,

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