l 4 2 ZWEITE ABTHEILUNG. DREIZEHNTES HAUPTSTÜCK.
nur Hauscapelle, Kurfürst Philipp Karl gestattete jedoch,da. damals die spätere Pfarrkirche von St. Peter noch nichtbestand, auch die Öffnung der Capelle für die Nachbar-schaft und ertheilte die Erlaubnis, dass alle Freitag um
i i Uhr eine besondere Messe ausser der täglichen Familien-messe gehalten wurde. Das St. Johann Nepomukfest wurdealljährlich im Mai in derselben, ebenso später der Todestagdes Kurfürsten Philipp Karl mit mehreren Messen begangenDie Capelle hatte weder Kanzel noch Beichtstuhl, keinen
Tabernakel, der Beichtstuhl in der Sacristei diente nur derFamilie. Die Capelle besass zwei Altäre, zwei kleine Glockendie mit der Uhr im Hause in Verbindung standen und zumBeginn der Messe geläutet wurden, sie selbst führte denNamen: »Zum Glück und Segen der Familie«. DiesesAlles war Einrichtung Casimirs, tm Jahre 1762 Hess AnselmCasimir für das Thürmchen auf der Capelle des FitzerHofes zu Mainz zwei Glöckchen giessen. Das kleinerewog 23 Pfund und erhielt die Inschrift: Johanna Gräfinvon Eltz gebohrne Faust von Stromberg 1762, das grösserehatte 42 Pfund Gewicht mit der Inschrift: Anselm CasimirFranz Graf von Eltz 1762. 186 )
Im Januar 1763 machte Anselm Casimir weitere Be-stimmungen für seinen Todesfall. Wegen der von Kur-fürst Philipp Karl im Mainzer Dom gestifteten Messe be-stimmte er, dass diese Zwölf Uhr Messe mit 181 jährlich andie Augustiner zu Mainz vorauszuzahlenden Gulden ver-geben werde und wies für die Freitags Elf Uhr Messe 20Gulden 48 Kreuzer eben denselben an. Die Capelle »ZumGlück und Segen der Familie« soll in Paramenten, Wachs,Flostien und Wein von der Familie zu Eltz erhalten werden.