134 ZWEITE ABTHEILUNG. DREIZEHNTES HAUPTSTÜCK..
fünfzehn Häuser in Brand steckten, welche niederbrannten.Beim Wegzug kamen sechzehn berittene Panduren denselbenentgegen und jagten dieselben in die Flucht. ,6s )
Ums Jahr 1745 wetren die Bewohner der HerrschaftYukovar gegen ihre Grundherrn aufgebracht, als beein-trächtigten dieselben ihre Rechte, der Administrator AnselmCasimirs habe die Unterthanen zu einer Getreidelieferungangehalten, als eine von den Unzufriedenen zusammen be-rufene Commission hiergegen sich ausgesprochen, habe dieserMissstand zwar aufgehört, die Lieferung sei aber nach Rück-tritt der Commission aufs neue angesetzt worden. t6 3) Eswar daher unter diesen Umständen allgemeiner Unsicher-heit und theilweiser Unzufriedenheit verbunden mit schlechterRente nicht zu verwundern, wenn sich der Gedanke regte,die Herrschaft zu veräussern, oder auf andrer Seite dieAbsicht sich kund gab, dieselbe obwaltender Verhältnissehalber billig erwerben zu wollen. Am 22. November 1745schrieb der berühmte Obrist Trenck an Graf AnselmCasimir, er vernehme aus guter Ouelle, die HerrschaftVukovar sei feil. Da nun doch manche Orte in die Grenzefielen, ersuche er um Angabe des Preises, die Herrschaftstehe in kritischer Lage, da bei einem Türkenkriege die-selbe überfallen und verheert werden könne, was namentlichbei Abwesenheit des Grundherrn eintreten dürfte. Im Falleer aber nur die Orte, die zu der Militärgrenze gezogenworden, verkaufen wolle, bitte er auch hierfür um Angabedes Preises. Ifi 4) Anselm Casimir zeigte sich wenig geneigt,die Herrschaft zu überlassen und schrieb am 4. December1745, er lehne, da ihm und seiner Familie die Herrschaftvon seinem Oheim dem Kurfürsten selig hinterlassen als