Il6 ZWEITE ABTHEILUNG. DREIZEHNTES HAUPTSTÜCK.
Messen nach Angabe des Stifters und der Familie zu Eltzan diesen Altären lesen sollten. Dafür setzte er 6000 Gul-den oder 8000 Gulden Eichsfelder Münze Capital aus undgab den Vicaren noch dazu zu besserem Auskommen dieEinkünfte der von ihm ebenfalls gemachten Stiftungen inder St. Lorenzkapelle auf der Statthalterei und im Zucht-hause. Ein zeitlicher Domherr aus der Familie zu Eltz inMainz soll das Patronatrecht haben und im Falle Keineraus der Familie vorhanden, der jeweilige Stammherr, dochnur so lange, bis wieder ein Domherr aus der Familievorhanden, dasselbe üben. 108 )
Nach dem Tode des Mainzer Kurfürsten FriedrichKarl erhielt Domprobst Hugo Franz am 4. Juni 1765 elfStimmen, der Domsänger Lothar Franz Ignaz Specht vonBubenheim acht, Domdecan Emmerich Josef Breitbach vonBürresheim fünf Stimmen der vierundzwanzig Wähler. Dom-decan Emmerich Josef liess, um die Wahl zu erleichtern,alle Capitularen zu sich entbieten und strebte eine gütlicheVereinbarung betreffs der Wahl an. Ausser seinen An-hängern erschien nur der Domcantor Lothar Franz IgnazSpecht von Bubenheim mit seinem Anhang. Hugo Franzzu Eltz und dessen Wähler blieben weg. Gekränkt redeteEmmerich Josef zu den Erschienenen und bat um Vermei-dung einer zwiespaltigen Wahl. Durch Vereinbarung derErschienenen ward Emmerich Josef zum Kurfürsten ge-wählt. '°9) Domprobst Hugo Franz wünschte dem ErwähltenGlück. Emmerich Josef erkannte das von demselben ge-brachte Opfer an und bestätigte ihm die Statthalterschaftim Eichsfeld.