54 ZWEITE ABTHEILUNG. ZWÖLFTES HAUPTSTÜCK.
nach Heidelberg zum Kurtage. Am 31. August 1675wurde Johann Friedrich die Stelle als Oberchorbischof zuTrier und am 7. October 1675 die Stelle als Hofcaplanzu Trier, nachdem ihn am 3. Juli 1675 der Kurfürst zuMainz zum Präsidenten des Stadtgerichts und Kammeramtszu Mainz ernannt. Am 12. December 1678 verzichteteJohann Friedrich als Domherr zu Mainz und Chorbischofvon St. Peter zu Trier auf die durch den Tod des MainzerKurfürsten Damian Hartrad erledigte Pfründe zu Trier alsTurnarius zu Gunsten des zweiten Sohns seines BrudersKarl Henrich zu Eltz-Üttingen, Antons Sohn zu Eltzund wurde am 4. December 1679 zum Domscholaster zuMainz, 1682 zum Domprobst zu Trier ernannt.4 6e ) DasBestätigungsschreiben seiner Wahl zum Domprobst ausWien nennt ihn: »virum nobilitate antiqua et catholicisparentibus procreatum necnon eruditione, moribus et vitaehonestate conspicuum«. Am 17. December 1680 resignirtenach dem üblichen Turnus Michael Voss der bisherigeRector der Mainzer Universität sein Amt, als Nachfolgerdesselben wurde Johann Friedrich Domscholaster gewähltund 1681 am 21. December als solcher nochmals bestätigt.Johann Friedrich dankte am 21. December 1682 ab, wurdeaber aufs Neue gewählt. Sein Nachfolger wurde am 3. März1684 Ferdinand de Gudenus.4 6f ) Johann Friedrich be-kleidete nach Sitte der Stifte die Pfarrei Oestrich im Rhein-gau als Nachfolger des Mainzer Domvicars Nicolaus Ra-pedius. Zwischen Mittelheim und Oestrich stand die Capellezum armen Nicolaus, welche die Schweden im dreissig-jährigen Kriege zerstörten. Johann Friedrich Hess an derenStelle eine St. Nicolausstatue setzen mit der Inschrift: