Druckschrift 
2 (1890) Schluss
Entstehung
Seite
26
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2b ZWEITE ABTHEILUNG. ZWÖLFTES HAUPTSTÜCK.

Anton zu Eltz und Hans Reichard zu Eltz-Üttingen noch-mals 600 Thaler Luxenburger Währung ad 30 StüberSchulden auf der Herrschaft Beffort ab. Nun kamen aberganz unerwartet Ansprüche andrerseits auf die HerrschaftBeffort. Heinrich von Challon Statthalter des Herzogthutns1 Aixenburg sowie Probst zu Verdun hatte die Ottilie vonHuy zur Gattin und beanspruchte als Verwandter des kinder-los verstorbenen Friedrich von Velbrück die HerrschaftBeffort für sich. Er kündigte den Pfandschilling den Plerrnzu Eltz, und verschaffte sich die Pfandsumme bei seinemSchwager dem Grafen Anton Cratz von Scharfenstein TriererRath und Amtmann zu Coblenz und in der Bergpflege,wobei er sich verpflichtete, dem Anton Cratz von Scharfen-stein die Herrschaft Beffort, sobald er dieselbe abgetretenerhalten, für 32,400 Thaler käuflich und erblich zu über-lassen. Anton versprach, wenn Challon oder dessen Erbenbinnen zwei Jahren den Pfandschilling erlegt und Kostenund Schaden getragen, demselben die Wiederlösung zugestatten. Geschieht dieses nicht, so soll Challon den Restzulegen. Tm Falle der Verzögerung der Einlösung erhieltAnton die beiden Höfe des Challon im Lande Luxenburgzu Hagen und Endern sowie dessen übriges Vermögen alsPfand, wobei ausser Heinrich von Challon Margarethe vonVelbrück sich unterzeichnete und verbürgte.4 a ) Die Ab-lösung scheiterte jedoch, es kam mit denen zu Eltz zumProzess, welcher noch schwebte, als Plans Reichard starb.Hans Reichard erwarb die Güter zu Briedel an (]t-rMosel. Im Jahre 1574 kaufte er, damals noch minder-jährig, durch seinen von Kurfürst Jacob bestellten Sach-walter Conrad von Homburg beider Rechte Doctor, Decan