103Schlosse sind äußerst geschmackvoll eingerich-tet, die feinſte Stuckaturarbeit iſt darinangebracht, und die feinsten Gemälde vonden größten. Meistern zieren viele Wändederselben; eben so schön mit den künstlich-sten Fontainen versehen, ist der Lustgar-ten, ob er gleich weniger regulair undmehr natürlich in englischen Geschmack ein-gerichtet seyn könnte. Dieses Einfache,wenn ich mich so ausdrücken darf, wirdindessen durch ein darauf folgendes herli-ches Lustwäldchen reichlich ersetzt, welchesganz unerwartet zu einem Baßein führet,worauf der Churfürst mit einer Gondelunter Instrumental und Vocalmusick sichfahren läßt, und so die Freuden des Le-bens ohne Geräusch in aller Vollkommen-heit zu genießen sucht. Nicht nur dieseKunst und Naturschönheiten, sondern auchverbunden mit der Annehmlichkeit die siemit sich führten, der Neuheit und Man-nigfaltigkeit alles dessen was rings um unsher aufblühete, trug so viel zu unsrer Zu-friedenheit bey, daß wir dabei nichts wei-ter als die Unterhaltung der Freunde,welche uns zu Düsseldorf verlaßen hatten1entbehrten.E4.
Druckschrift
Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
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