13uer. Der Rhein gehet ganz nahe unter-halb der Stadt. Der große Marktplatzist mit wohlgebaueten Häusern umgeben.An einer Seite deſſelben ſtehet das Rath-hauß, welches von der Straßenſeite denEingang hat, ein geräumiges, gutes, hel-les Gebäude, mit einer bequemen Treppe.Hier stehen keine Soldaten.Die geistlichen Stiftungen in diesem Or-te zeichnen sich wegen ihrer vielen Reve-nüen und zum Theil guten Einrichtungenvor vielen ihres Gleichen vorzüglich aus.Die große katholische Kirche ist unter an-der mit einigen sechzig Geistlichen besetzt,welche sämmtlich vorzüglich bemittelt sind,schöne eigene Häuser besitzen, und demOrte viele Nahrung geben.Die Stadt hat auch viele Honoratioresund Beamte, der Bürgerstand ist indessenum deswillen sehr arm, weil die Armen-Fonds hieselbst beträchtlich sind, und reich-lich ausgetheilt werden, daher alle Indu-strie erstickt und die Faulheit privilegirtwird, weshalb auch öftere Diebstäle undEinbrüche erfolgen.Die Bürgerschaft hat eine große Stadts-Gemeine Viehweide, worauf die angran-A 7
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Ansichten einer Reise durch das Clevische und einen Theil des Holländischen über Crefeld, Düsseldorff und Elberfeld, mit einigen dabei angestellten ökonomischen Betrachtungen, im Jahre 1794 : Nebst einer zweiten ökonomischen Bereisung der Rheingegenden von Wesel bis Coblenz, im Juni 1794
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