Druckschrift 
1 (1889)
Entstehung
Seite
236
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236 ZWEITE ABTHEILUNG. ERSTES HAUPTSTÜCK.

stein und Eltz oder Gnade des Trierer Kurfürsten, sei dahingestellt, am S.Juni 1580 belehnte Kurfürst Jacob von Trierden Anton, dessen Bruder Hans Reichard und deren VetterHans Anton sowie den ganzen Stamm zu Eltz vom goldnenLöwen nach Abgang der von Helfenstein mit dem erledigtenTrierer Erbmarschalkamt und mit dem nach Erlöschen dervom Weiher von Nickenich und Aeschied zu diesem Amtegelangten Gütern, 499*) nämlich dem Hause auf dem Weiherzu Nickenich mit Weinbergen, Äckern und einem halbenBackhaus daselbst, der halben Vogtei zu Kärlich und Mühl-heim , einem Sechstel am Zehnten zu Plaidt. 500) DieseWürde blieb erblich beim Stamme vom goldnen Löwenbis zum Aufhören des Kurstaates Trier. Damit hing zu-sammen, dass am 30. Juni 1580 Kurfürst Jacob dem Antondie Vogtei des Rosenthaler Hofs zu Plaidt mit Renten,Rechten und Gerechtigkeiten nämlich 10 Malter Kornrentezu Lehen gab, und ihm gestattete, solche in Afterlehen zuvergeben.5°') Noch im Jahre 1580 verlieh Anton diesesLehen dem Trierer Kanzler Johann Wimpfeling mit demBedinge, wenn er Anton oder sein Mannesstamm aussterbe,solle der Kanzler das Lehen von Antons Bruder HansReichard und dessen Erben im Mannesstamme und beideren Aussterben von Kurtrier für sich und seine Erbenerhalten.

Am 8. Juli 1580 empfing Anton mit Hans Reichardund Hans Anton seinen Antheil an den Zehnten zu Eressen,Sackenheim und Waldorf mit der halben Vogtei zu Kernetc. als Trierer Lehen. 5° 2 )

Im Jahre 1580 kam es zwischen Kurcöln und demKloster Laach wegen der Steuern zu Streitigkeiten. Ein