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das landgericht selbs oder verordnet den lnndannnann, der j das an syner statt besitzt in namen vorgeinelterZehen orten. I 2. Er hat auch gemalt, das zu besetzen mit zwölf erbaren Männern, die im gevellig > sind;darzu mint er, nach satzung vor jarcn gemacht, us Ober- und Niderthurgow. j 3. Aber tiber das blutZu richten nimt er noch zwölf zu den benennten zwölf I mannen, und fürt er, der landrichter, das schwert,oder M gesetzter statthalter. j 4. Wie ouch ein urtheil vom hoch- oder landgericht ergot, so einem syn lyblmd leben j berürt, hat der landrichter gemalt, im gnad zu bewysen, die init früstnng syns lebens ^ oder inander weg zu miltern, aber nit zu rächen oder zu mehren, j 5. Diser landrichter hat kein gebot an geltstrafvon des landgerichts wegen > änderst, dann das gebot, so beschicht, daß niemand on ein fürsprecher rede, nochin I das gericht gange, j 6. Dann wie wol er in citationen oder ladungen, ouch acht- verbiets- und schirm-drief, die I er usgon laßt, schrpbt: ich gebüt dir oder euch u. s. w., so setzt er doch kein geltstraf daruf, >sonder volget dem, der das gebot Übersicht, die acht hernach; wann ouch einer vor land j gericht sich beklagt,daß des landgerichts urtheil von syncm gegcntheil nit statt be > scheche, und um Handhabung derselben anrüft,wird der sämig in die acht erkennt. > 7. Wenn aber einer in die acht kumt, sich uf recht oder gar us der«cht löste, muß I er dem landrichter den achtschilling vor erlegen; derselbe gehört den zehen orten, j 8. Obouch einer ächter husete und hofete old sich inen anhengig machete oder gever > licher wps gemeinschaft mitv>cn hette, der wer ouch in straf der zehen orten. ! 9. Vorgemelt gemein und fry landgericht, das derLandrichter mit zwölf mannen > besetzt, hat zu richten in ehrverletzlichen fachen und zurednngen, die dasuialefiz ^ belangen; ouch in appellationen, die für sy kommen, und so jeinand um geldschulden s geladen, derdes fug hat. Doch volgt die straf von zured wegen den zehen orten nit j änderst, denn so einer das, so ereinem zugeret hett, beharrete, in des mit recht unter s stund zu erwpsen, und aber das nit thun könnt oder"locht. ^ 10. Wiewol nun von ehrverletzlichen dis landgerichtes und malefizes zugehörigen > reden und fachenwegen von alterhar keine appellationen gestattet, und aber > dieselben ungevorlichen erst innerhalb und byZweien nechstverrukten jaren zethun j vcrwilliget und zugelassen worden sind, do so ist guter, erbarer Meinungdurch j uns, die zusütz und richtern, geordnet, was von der glychen ehrverletzlichen fachen also j zu appellation"erfaßt kommen, daß dann die zehen ort darum nach gebär j miteinander,! ze handeln, ze urtheilen und ze^keimen haben sollen; und solle aber I dise lütcrung und zulassung beston und blyben so lang unser gncdiguud gön I stig Herren soliche des landgerichtes und malefizes regierung miteinander,! ha j ben oder dis zeendern oder ufzehebeu und abzethun ansehen werden. > 11. Es dienet ouch in das malesiz und het einlandrichter zu strafen: > Alle die, so ine, landrichter, voran syne Herren und obern und das landgericht mit jWorten oder wercheu schmähen; j todtschläg; j groß schwär und gottslestern; j wann ein person sich selbs entlybt,üefalt ir gut der hohen oberkeit; > diebstal; I Mörder,); > ketzerp; j Hexer,); > teufery; I welicher ein valschen eidschwert oder sunst eidbrüchig erfunden ,vird; j desglpchen einen, der an des gerichtsstab lobt an eidesstatt, synsurgeben waar sye, und I sich ein anders erfüll; j frieden mit werchen brechen; j item, wann einer uf den"ndern uf offner fryer rychsstraß wartete in zorn und frevel und in mundete; > item, wann einer den andernWer friden us spiieii! hus ervorderte und sich ver j schuldete init wunden oder derglych; > item welicher friden^icht mit gar oder halb uszuken, stein ufheben, er werf oder nit; j item wann lät oder gäter in den fryen^"dstrassen nidergleit, old daß einer > solich landstrassen in, selbs eignete, die verendcrte oder äberfienge, dasWes samt al > len fachen, die darum begangen würden, und dem malefiz und Hochgericht zustünden; > ob°"ch einer offen marchen und lachen wiissentlich enderte; j itein so der landrichter von todtschlägen und""derer fachen wegen, die an das I landgericht dienen, gleit gebe und das gleit brachen wurde, doch den siben