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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
Seite
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133In dem Orang, der im Jahr 1776 im Haag in der Fürstlichen Natursammlung undnachher auf dem kleinen Loo lebendig aufbewahrt wurde, und wovon mir nach desselben Todeauf Befehl des Prinzen vom Herrn Vosmaer der Rumpf geschickt wurde, fand ich die Längevom abgeschnittenen Wirbel bis an das unterste Ende des Schaambeins 15½ Rheinl. Zoll, undhinten bis zum Ende des Steißbeins 16½ Zoll die Schulter, wovon die Haut abgezogenwar, Zoll. Dieses Thier war also viel größer, als das vorige, und nach Forsters Bemer-kung überhaupt Schuh lang 7). Die Farbe der Haut war wenig vom vorigen verschieden.Den 31sten August 1777 zergliederte ich einen männlichen Orang in der vortrefflichenSammlung des Herrn van Hoey; der die Güte gehabt hatte, dieses Thier zu dem Ende bis zumeiner Ankunft im Haag aufzubewahren, und es gänzlich meiner Untersuchung zu widmen.Dieser, obschon in Farbe und Beschaffenheit des Haars dem vorigen ähnlich, war dem Augenach gerechnet gar nicht größer, als mein erster; ich hielt es also nicht für nöthig, ihn zumessen.In der wahrhaft Fürstlichen Sammlung des Erbstadthalters ist noch in einer großenFlasche ein Weibchen, welches zwar größer als mein Orang, aber doch kleiner, als der leben-dige schien. Haar, Farbe und Gestalt sind dieselbigen.Derjenige, welchen Edwards aus dem Brittischen Museum abgebildet hat, war, wie ersagt, ungefehr Schuh Londener Maasses lang. Ich vermuthe von der Scheitel bis zu denZehen und also völlig so hoch, als mein gröster. Aus dem illuminirten Kupfer kann manhinlänglich sehen, daß das Haar von dem der angeführten nicht verschieden war.Ich habe also mit eigenen Augen in der Sammlung des Prinzen von Oranien, den Le-bendigen mitgerechnet, drey; ferner den ausgestopften, und vom Allamand in der Natur-sammlung der Leidener Universität aufgestellten Orang; imgleichen Einen bey van derMeulen, und noch Einen bey van Hoey gesehen, welche mit meinen beyden zusammen achtmachen alle von der nämlichen Gestalt und Farbe des Haars. Der gröste derselben wird,wenn er aufrecht stehet, Rheinländische Schuhe haben.Diese7) Voyage de Mr. Cook u. s. w. Tom. IV. S. 158.