gedruckt hat 70), vom Gegentheil hätte überzeugen können. Wir lassen aber diese Materiefahren, und gehen zur genauen Untersuchung einer wesentlichern, und zugleich sehr merkwürdi-gen von mir entdeckten Eigenschaft im Stimmwerkzeug dieses Thiers über.Sechstes HauptstückUeber das Stimmwerkzeug.§. 1.Da ich das Rennthier selbst nicht kannte, und die oberflächige Zergliederung, welche NilStensen (Steno) im Jahr 1672 verrichtete, wie sie Valentyn 71) angiebt, mich nicht be-lehrte, so war ich genöthigt, sehr vorsichtig zu gehen. Oft hatte ich bey den Tannhirschen mit Be-wunderung bemerkt, daß der ganze Kehlkopf beym Durchschlucken sich auf eine sehr sonderbar-Art auf- und niederbewegte, und etwas Besonders zu erkennen gab. — Ich nahm deswegen dieHaut von dem Halse des Rennthiers sehr vorsichtig ab, ungewiß, was zum Vorschein kommenwürde.Nachdem ich auf die nämliche Art die Seitenmuskeln weggenommen hatte, so entdeckteich, wie ich in der 7ten Figur sehr genau vorgestellt habe, einen häutigen Beutel oder Sack I.M. N. O., der zwischen dem Zungenbein C. F. G. und dem Schildknorpel K. O. L. entsprang.Man muß sich vorstellen, daß A. B. der Rand des Unterkiefers sey, F. D. die Waizenkörner oderdas Sesambeinchen des Zungenbeins. D. E. derjenige Theil des Zungenbeins, welcher sich mitdem Kopf vereinigt. L. P. die Luftröhre. Q. R. der Schlund. S. T. die Halswirbel, mitden rechten Muskeln des Kopfs bedeckt. S. A. ein Theil der Ohrendrüse. V. die Drüse desSchildknorpelsDarauf entdeckte ich zwey Muskeln. F. H. und C. I., welche an der untern Seite desMittelschilds des Zungenbeins F. und C. entsprangen, platt und schmal im Anfange warendoch70) Eb. S. 141.71) Amphit, zootom. S. 72,N
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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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