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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
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de es aber gleich eingesehen haben, wenn er sich nur erinnert hätte, daß sowohl die Griechen,als Römer alle ihnen unbekannte Thiere, wenn sie nur die Größe hatten, Ochsen nannten. Sonannten sie wenigstens das Nassorn einen Aethiopischen Ochsen, und den Elephanten einenLucanischen Ochsen, wie wir beym Pausanias und Lucrez sehen können. Wir nennenSeekühe, Seelöwen, Buschratten und dergleichen uns unbekannte und fremde Thiere, ohnedeswegen ausser der Größe, auf eine andere genaue Uebereinstimmung zu sehen..§. 5.Lange nach Cäsar scheint man diesem fremden Thiere erst den Namen Tarandus gegebenzu haben. Plinius nennt es so 33). Auch das Rennthier der Scythen ändert seineFarbe, und sonst kein einziges behaartes Thier Es hat die Größe eines Ochsen,der Kopf ist größer, als der Hirschkopf und ihm nicht unähnlich, das Geweihesehr astig, die Klauen gespalten und das Haar so lang, als beym Bären 34).Wenn wir die Bemerkungen des Linné oder seines Zöglings Hoffberg hiemit vergleichen,so wird Plinius sehr verständlich seyn. Hoffberg sagt 35): Wenn das Rennthier ebendie Haare gewechselt hat, so ist es dunkelgelb; gegen die Hundstage wird es greis,bis es ganz weiß ist. Mellin läßt, ehe er die Erklärung seines mit Sommerfarben illumi-nirten Rennthiers anfängt, die nämliche Bemerkungen vorangehen. Jedem ist es auch jetztbekannt, daß die Haasen in Norwegen, Schweden und dem nördlichen Rußland im Winterganz weiß werden..Die Alten hatten eine falsche Tradition, daß das Rennthier, wie das Chamäleon allerleiFarben annehme. Plinius sagt, es nimmt die Farben aller Bäume, Gesträuche,Blu-33) Lib. 8. c. 52. S. 459.34) Mutat colores & Scytharum tarandus, nec aliud ex iis, quae pilo vestiuntur Taran-do magnitudo, quae bovi, caput majus cervino, nec absimile, cornua ramosa, ungulae bisidae, villus magnitudine ursorum..35) Eb. S. 149. S. V..