den zu Präneste hat auch keine Schilde oder Falten, aber wohl zwey Hörner — auch sindjene zur Zeit des Domitian geprägte Münzen, welche ich (im VII. Kupfer Fig. 4. und 5.)gegeben habe, ganz ohne Schilde. Es ist also eine alte bekannte Wahrheit, daß es zwey Nashörnergattungen giebt;I. Das Asiatische mit einem einzelnen runden Zorne, und mitmerklichen Falten und Schildern über den Körper, so wie Parsons,Albin und Büffon sie vorgestellt haben 7)II. Das Afrikanische mit zwey platten Hörnern, Einem hinterdem andern, ohne Falten oder Schilder.Aus diesen sehr zuverläßigen Beobachtungen wird man leicht die Fehler, welche in derWerken anderer Naturforscher aus Mangel an Gelegenheit zum Untersuchen eingeschlichen sind,verbessern können.7) Pennant, dessen vortreffliches Werk über die vierfüßigen Thiere ich erst nach der holländischen Ausgabedieser Naturgeschichte erhielt, ist in Anführung der Kennzeichen dieser zwey unterschiedenen Thierartersehr genau (S. 136.)Ist es wahr, daß Pausanias das Afrikanische Nassorn kannte, so ist es auch wahr, daß Strabo(Lib. XVI. S. 1120.) die Schilde des Asiatischen sehr deutlich beschrieben hat. Er sagt, daß EinSchild vom Rücken herunter bis um den Bauch laufe, ein zweytes nach dem Nacken, ein drittes überdie Lenden nach hinten zu. Er vergleicht sie mit den Schilden, die auf den Drachen gesehen werden.Wenn ich mich nicht betrüge, so habe ich in dem Zusatze zur Abhandlung über das AfrikanischeNashorn in den Petersburg. Acten die wahre Kennzeichen beyder Arten vollständig abgehandelt, welches hier zu wiederholen unnöthig wäre, weil sie im 4ten Band meiner kl. Schriften zu finden sind.Zum Andenken jener kostbaren Geschenke Asiatischer Nahornköpfe und ihrer Gerippen u. s. w. habeich die Schedel beyder Arten, des Asiatischen und Afrikanischen, auf ein Viertel verkürzt, im Prosi-und von vorne genau gezeichnet, auf meine Kosten vom Künstler Vinkeles in Kupfer stechen lassen, da-mit man mit einem Blick den merkwürdigen Unterschied von beyden sehen könne, und dieses Kupfer 1787dem geschickten und dankbaren Herrn van der Steeg gewidmetErklä-H 3
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