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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
Seite
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Solin folgt hier wörtlich dem Plinius 96), und Cosmas, der Aegyptier, durch dieseVorurtheile verleitet, versichert das Nämliche. Es ist aber auch jetzt schwer, sich von solchenVorurtheilen loszumachen, weil dieselbe noch täglich auf allerlei Art fortgepflanzt werden,wie man in dem sonst nicht unebenen Kupfer des geschickten Thierzeichners Ridinger sehenkann, der einen Rhinocer, sein Horn in einem solchen Gefechte in den Bauch des Elephantenstossend, sehr artig abgebildet hat,Buͤffon bemerkt mit sehr vielem Rechte, daß es eine blosse Erdichtung sey 97). Gor-don berichtet uns durch den Hrn. Allamand, daß man am Vorgebürge der guten Hoffnungnie etwas vom Gefechte des Nassorns mit dem Elephanten gehört habe.Wahrscheinlich haben die öffentliche Thiergefechte der üppigen Römer Anleitung zu diesemIrrthume gegeben. Sie ließen den Elephanten mit dem Nashorn fechten, welches Wechsels-weise und oft den Elephanten überwand, und deswegen sein Feind genannt wurde. Ich ver-wundere mich auch weniger über diesen Sieg, weil das Nassorn viel schneller, als der Elephanspringen kann, wie sich aus den langen Fersenbeinen des ersten in Vergleichung mit der sehrkurzen Fersen des letztern schließen läßt. Auch ist der Rhinocer immer merklich kleiner, undalso geschickter, dem Elephanten zu entweichen; zugleich ist er mit einem sehr vortheilhaft ge-stellten Gewehre versehen, ihn von unten her zu verwunden.Der Elephant besiegte auch wohl einmal das Nassorn, wie nach dem Dion Cassius 98)zur Zeit des Germanicus und Nero geschehen ist, die zur Ehre ihres Vaters Drusus einigeThiergefechte anstellten.Daß aber besondere Schnelligkeit und scharfes Urtheil in allerlei Gefechten merkliche Vor-theile geben, hat man oft gesehen; denn nicht allein das gemeine Volk, sondern selbst zweiRömi-96) Eb. S. 56. c. 30. E.97) Band XI. S. 49.98) S. 800,