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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
Seite
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Der berühmte Pallas 49) sagt, daß er unzählige Rhinocerosköpfe mit zwey Hörnern,selbst von sehr kleinen und also sehr jungen Nashörnern gesehen habe. Auch entsinne ich mich,in der Natursammlung des Prinzen von Oranien die ausgestopfte Haut eines sehr kleinenRhinoceros, worauf schon die Spuren der zwey Hörner sehr deutlich waren, gesehen zu haben.Wenn man hierbey die sechs Exemplare, die ich jetzt in meiner Sammlung besitze, rechnet,so wird eine sehr merkliche Anzahl herauskommen, und man wird sich zugleich verwundern müs-sen, daß erst kürzlich ein Exemplar davon in dem Königl. Kabinet zu Paris gefunden wordenist 50).Die Länge der Hörner scheinet nach Sparrmanns Bemerkung nicht vom Alter des Nas-horns abzuhängen. Jene, die man in Lissabon, London, Holland, und jetzt zu Versailles öf-fentlich zeigte, hatten kleine, oder vielmehr kurze Hörner, nicht so sehr, weil sie jung waren,sondern, weil sie dieselben durch immerwährendes Reiben abnutzten. Das Längste derjenigen,die wir besitzen, ist Schuh. In Amsterdam habe ich bey Herrn Brandt unter verschiedenenAsiatischen Hörnern Eins von 3 Schuh fünf Zoll Rheinl. gesehen. Der Graf von Büffon er-wehnet solcher, die 3 1/2, selbst 4 Schuh Länge hätten, obschon die Fußstücke nur von 6 oder 7Zoll im Durchmesser waren, worüber man sich nicht verwundern muß, weil die Breite desKopfs die nämliche bleibt, und also keine mehrere Größe zuläßt, indem die Hörner, wie beyallen andern Thieren zu einer unbestimmten Länge auswachsen können..In der Naturalienſammlung des Koͤnigs von Frankreich werden 12 Rhinocerhoͤrner ge-funden, worunter Eins von 3 Schuh 8 ½ Zoll Länge ist, ungeachtet das untere Stück weggesägtwar 51).49. Eb. S. 451.50) No 1424. Hist. Nat. Tom. XIV. S. 404. Das längste vordere Horn hält 11/2 Schuh, das zwey-te 1 Schuh Zoll, und ist an den Seiten platt. Hernach hat Büssen die doppelte Hörner (Suppl.Vol. III. pl. 71. S. 297 und VI. Vol. S. 78) abzeichnen lassen, und die ganze Beschreibung nebstder Figur des Afrikanischen Rhinoceros aus Allamand entlehnt.51) Hist. Nat. &c. Tom. XI. S. 207.