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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
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Nach der holländischen Ausgabe dieses Werks erhielte ich noch zwey Exemplare, wovondas Eine an der Haut des ganzen Kopfs, welche sehr wohl erhalten ist, und das andere amNasenbein festsitzt, beyde von mittlerem Alter.§. 4.Er wird wohl der Mühe werth seyn, hier ausser den obigen sechs Beyspielen noch einigemehr anzuführen, um zu zeigen, daß die Rhinoceroskoͤpfe oder die Schnauzen derselbigen mitden zwey Hörnern schon mehr als ein Jahrhundert in Europa bekannt gewesen sind.L. Schröck 42) erwehnte schon 1686, daß in Wien beym Apotheker Micheli ein doppel-tes Rhinocerhorn gezeigt würde, daß das größte Horn derselben drey Spannen oder 24 Zoll lang,und nach dem kleinen Horn hin, woran es vermittelst eines kleinen Stückes einer dicken Hautin der Entfernung von ungefehr einen Zoll fest saß, umgebogen war. Der Durchmesser desKleinen war dem Großen gleich, und das kleine Horn selbst eine Spanne, das ist, acht Zolllang, mit einer scharfen Spitze auslaufend, doch ein wenig breiter, als das vordere Horn-übrigens ziemlich grade. Ausser der Länge der Hörner kömmt das Uebrige mit der Gestalt, demVerhältniß und dem Abstand unsers hier vorgestellten Kopfs (5 Kupf.) vollkommen überein.Schröck folgerte hieraus mit Recht, daß es zweyhörnigte Rhinocer gebe, und also dieangeführte Stelle des Martial keiner Verbesserung bedürfe.Klein 43) erwehnet, daß in dem Naturkabinet zu St. Petersburg 44) zweyhörnigteRhinocerosse gefunden, und auch im Kabinet zu Dresden doppelte, und durch eine Haut verei-nigte Hörner des Rhinoceros aufbewahrt würden.Klein giebt selbst die Abbildung eines doppelten, vermöge einer Haut vereinigten Horns.Doch diese sind kleiner, als die von unserm Rhinoceros. Merkwürdig war das nach KleinsZeug-42) Eph. Med. Phys. Nat. curios. Dec. II. Anno V. S. 468.43) Quadrup. dispositio Lips. 1751. S. 31.44) Vol. I. Part. I. S. 338.