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Peter Campers ... Naturgeschichte des Orang-Utang und einiger andern Affenarten, des Africanischen Nashorns und des Rennthiers : mit Kupfern
Entstehung
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war. Auch lag eine dicke und schwielichte Kruste längst dem ganzen Jochbeine, wodurch das Thiernoch furchtbarer wurde. Das Horn war bis dichte an das Fußstück abgenutzt, welches, wennsie in der Wüste und in Freiheit leben, nie zu geschehen scheint; denn nie habe ich aus Indienoder Afrika ein abgenutztes Horn herübergebracht gesehen. Der Rhinoceros, den ich und Vielemit mir in Holland und andern Orten gesehen haben, war eben so beschaffen.Es ist mehr als wahrscheinlich, daß das Thier, dessen Kopf der Gegenstand meiner Abhand-lung ist, noch jung, wenigstens nicht ganz erwachsen, vielweniger alt gewesen ist; weil diePflugschaar noch sehr wenig verknöchert, und die ganze Scheidewand der Nase knorplicht war,so daß ich es nicht erhalten konnte, weil ich keine Möglichkeit sahe, diesen Kopf auf eine andreArt, als durchs Kochen, zu säubern, und die salzigen Theile herauszuziehen. Eben des-wegen habe ich in der 3ten Figur des siebenten Kupfers, die ganze Nasenhöle sehr geräumlichund ungetrennt vorgestellt.Der von Sparrmann gegebene Schedel ist demjenigen, den ich in der ersten Figur dessechsten Kupfers vorgestellt habe, vollkommen ähnlich. Er spricht aber kein Wort von seinemAlter, obschon das Thier 11¼ Schuh lang und ungefehr 7 Schuh hoch, und 12 Schuhe imUmriß dick war, und sich also ziemlich seiner völligen Größe zu nähern schien.In den sibirischen und andern fossilen Köpfen von den zweyhörnigten Rhinocerossen ist dieScheidewand von starken und dicken Knochen, welche die Spitze des Nasenbeins (Fig. 2. KupfVI.) unterstützt. Dieser Knochen ist desto merkwürdiger, weil er die Vorderseite des Oberkie-ferbeins O mit A vereinigt, wie man aus der genauen, von dem berühmten und scharfsinnigenNaturforscher Pallas gegebenen Zeichnung desselben sehen kann. Doch vielleicht ist dieseganze Art ausgestorben, eben so wie sehr viele große vierfüßige Thiere durch jene große Erschüt-terungen, die unser Erdboden von Zeit zu Zeit erlitten hat, gänzlich vernichtet zu seyn schei-nen, woran ich auch jetzt nicht mehr zweifle, obschon ich noch im Jahr 1776, wie ich damalsan die kaiserliche Akademie in St. Petersburg schrieb 39), Grund zu haben vermeinte, dasGegentheil glauben zu müssen.§. 2.39) Acta Petrop. 1777. Part. 2. S. 202.