Druckschrift 
3 (1801)
Entstehung
Seite
95
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ponnes zu führen. Als seine Gefährten erfuhren, dafses feindliche Schilfe wären, gedachten sie dieselhenwegzunehmen, und blickten auf den König, seine Be-fehle erwartend. Xerxes fragte sie, wohin die Schiffeführen, und jene erwiederten:Zu deinen Feinden,Herr, denen sie Getreide zuführen." Xerxes aber ant-wortete: Schiffen wir denn nicht ebenfalls dahin, mitGetreide sowohl als allen übrigen Bedürfnissen wohl-versehen ? Welchen Schaden können sie uns also thun,da auch sie Getreide für uns dahin führen.

Die Kundschafter kehrten, nachdem sie alles inAugenschein genommen hatten, wohlbehalten nach Eu-'40 ro P a zurück. Die gegen die Barbaren verbündeten Hel-lenen hatten indessen, nachdem sie jene drey Männerabgefertigt, andere Gesandten nach Argos geschickt.Die Argiver erzählen das, was bey dieser Gelegenheitunter ihnen vorgefallen, auf folgende Weise. Sie wur-den sehr bald von dem Feldzuge der Barbaren gegenHellas benachrichtigt, und weil sie vermutheten, dafsdie Hellenen ihren Beystand wider den Perser fodernwürden, schickten sie Gesandte nach Delphi, um denGott zu befragen, auf welche Weise sie sich bey die-ser Gelegenheit am geschicktesten benehmen würden.Denn sie hatten erst vor kurzem sechstausend Manndurch die Lacedämonier und den Kleomenes, des Ana-xandrides Sohn, verlohren und deswegen fragten siejetzt den Apollon um Rath. Die Tythia antworteteauf ihre Frage mit folgenden Worten.

Stadt, dem Nachbar verbalst, doch w'erth den unsterb-lichen Göttern,