lespont geschlagen hatte, die Asien und Europa ver-band. Abydus gegenüber, im Chersones am Hellespont,sieht man zwischen den Städten Sestus und Madytusein rauhes Meerufer *); und dies ist die Stelle, wo die 34Arbeiter, die dazu bestellt waren, von Abydus aus be-ginnend, die Brücke schlugen. An dem Theile, wel-chen die Fhönicier verfertigten, wurden die Schiffe mitStricken von weifsein Flachs an einander befestigt; andem Aegyptischen Theil hingegen mit Stricken aus By-blus. Die Entfernung von Abydus vom entgegenge-setzten Ufer beträgt sieben Stadien.
Die Brücke war kaum fertig geworden, als sich einheftiger Sturm erhob, der alles wieder zerstörte undauflöfste. Als Xerxes dies erfuhr, ward er schrecklich 35zornig, und befahl, dafs man den Hellespont mit drey-hundert Peitschenhieben züchtigen, ein paar Fufsket-ten in seine Tiefe senken, und zugleich folgende bar-barische und unschickliche Worte ausstofsen sollte:„Bittres Wasser, diese Strafe legt dir dein Gebieter,,auf, weil du ihm, ohne dafs er dir Ursache dazu ge-„ geben hätte, beleidigt hast. Der König Xerxes wird,dennoch über deinen Bücken hinziehen, du magst es„wollen oder nicht. Mit Recht bringt dir kein Sterb-
„ lieber
*) Es ist dies dieselbe Stelle, wo nicht lange nachher derPerser Ariauyktes, der Stadthalter von Sestus, unter derLeitung des Athenischen Feldherrn Xanthippus, des Ari-plirons Sohn, gefangen genommen und lebendig ansKreuz geschlagen Ward. Dieser Artatiyktes "halte so£arWeiber in den Tempel des Protesilas zu Eläum geführt,und dort Unzucht mit ihnen getrieben.