43haben, da man gewiß das Sprichwort, hin-ter dem Berge wohnen auch Leute,auch hier für ganz wahr annehmen darf,indem die Einwohner zum Teil in den Thä-lern, und engen Durchschnitten in solchen an-genehmen Landschaften wohnen, daß ein Mah-ler sich die herrlichste Originale zur Erweiterung seiner Kunst dort aussuchen könnte, daßalso die Natur der Lage vieler Bauernhöfe sogünstig ist, als in vielen Ländern wenige königl.Schlösser sich dessen rühmen möchten. Hätteein Friederich der Grosse diese Gegenden fürsein Sansouci gehabt, welche paradisische Ge-silde würde er erschaffen haben, wenn auchnur der Natur durch Plantagen, Terrassen,Waſſerfälle, Waſſerleitungen, und dergleichenlu Hülfe gekommen wäre; besonders kann mandie Schönheit der Gegend von Altena sichnicht größer denken, wo man sich zwei fastauf gleiche Art laufende sehr lange sich krüm-mende Berge vorstellen muß, zwischen welchen einThal hindurch gehet, das etwa drey Stunden langist, und in welchem der vorbemerkte grosseStrohm läuft; der bald einer kleinen Seegleichet, bald aber einen ziemlich groſſen weiß,schäumenden und brausenden Wasserfall über-mäßige Klippen verursachet, in welchem Thal-ohn-
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