21beßer und reichlicher erwachsen ist, als am Fuße die-ser Gebirge nordwärts der Ruhr zu finden war, obman gleich hier nicht solchen festen Lehm=Grund hat.Gewiß ist es, und die Erfahrung lehrt eshiernach daß da, wo die Natur nur kurze Zeit zuarbeiten hat, sie ihre Wirkungen mit einemweit größern Nachdruck hervorbringt.Man ist zwar bisher der unrichtigen Mei-nung gewesen, daß die Winterfrüchte, seltenZeit haben solten vollkommen reif zu werden, unddaß sie auch von den Winterfrost zu viel zu leidenhätten, und daher öfters vergingen, folglicheine ganz ungewisse Kultur geben; allein derFehler fand sich immer in der unrichtigen Kulturselbst; indem man sie hauptsächlich zu späthsäete, dergestalt daß ihr der Frost im erstenKeimen, und beim Wurzeln in der Milch übereilte;und daß also die junge Pflanze noch keine Wurzlenund Kräfte erhalten hatte eine strenge Winterkälte zuüberstehen; worzu öfters noch der Umstand kam, daßder Boden nicht tief genug gepflüget, und dasSamenkorn nicht zu reichend tief in der Er-de gebracht worden war, mithin bey einem et-was heftigen Frost sehr leicht aus der Erdegezogen werden konnte, seine zarte Wurzel ent-blöset würde, und daher die kalte WitterungB-5nicht
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