ÖÖ'
xiy Die Belagerer ereilte indefs der Herbst. Die Athe-nienser wurden über die lange Abwesenheit von Hauseungeduldig, und da sie der Feste doch nicht Meisterwerden konnten, baten sie ihre Feldherren, sie zurück-zuführen. Diese aber antworteten, sie würden sie nichtzurückführen, bevor sie die Stadt erobert, oder vondem Atheniensischen Volk einen Befehl zum Rückzugerhalten hätten; und so bequemten jene sich ihrer ge*genwärtigen Lage.
n3 Die Belagerten erduldeten aber schon das härtesteUngemach, so dafs sie die Stricke ihrer Betten kochtenund afsen. Als ihnen zuletzt auch diese Speise fehlte,entfernten sich die Perser mit dem Artauyktes und Oio-' bazus, während der Nacht, indem sie sich an einem ab-gelegenen Theile der Mauer herabliefsen, in dessenNähe nur wenige Feinde die Wache hatten. Sobaldes Tag ward, gaben die Chersoneser den Atheniensernvon den Thürmen herab durch Zeichen Nachricht, vondem, was vorgefallen war, und öffneten die Thore. Vonden Atheniensern besetzten darauf einige die Stadt,während der gröfste Theil den Persern nachsetzte.
119 Oiobazus ward auf der Flucht durch die Thraci-schen Apsynthier gefangen genommen, und der Sittedes Landes gemäfs dem Thracischen Gotte Pleistor ge-opfert. Seine Gefährten liefs man eines andern Todessterben. Artauyktes und seine Schaar hatten später dieFlucht ergriffen, und die Athenienser holten sie nurwenig jenseits des Ziegen(lusses ein. Sie vertheidigtensich lange; viele starben, die übrigen aber wurden ge-III. B. Y