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Fünftes Kapitel.
71 In der Schlacht hey I'latäa zeichneten sich unter demFufsvolkc der Barbaren vorzüglich die Perser, unter derReuterey die Saker, im einzelnen aber Mardonius aus.Unter den Hellenen fochten die Tegeer und Atbenien-ser vortrefflich, wurden aber von den .Lacedämoniernübertroffen. Diese Behauptung kann ich, da jeder Theilseine Gegner besiegte, durch die Bemerkung rechtferti-gen, dafs die Lacedämonier mit dem tapfersten Theildes feindlichen Heeres zu kämpfen hatte, und über die-sen den Sieg davon trug. Den ersten l'reifs der Ta-pferkeit verdiente, nach meiner Ueberzeugung, beyweitem Aristodemus, der einzige, der bey Thermopyl.ivon den dreyhundert sich rettete, und den seitdemSchimpf und Schmach deckte. Nach diesem zeichnetensich vorzüglich die Spartiaten Poseidonius, l'hilokyonund Ainompharetus aus. Obwohl in einem Gesprächüber diesen Gegenstand, die dabey gegenwärtigen Spar-tiaten behaupteten, Aristodemus habe wegen der Schan-de, die auf ihm haftete, durchaus sterben wollen; seyaus der Reihe wie ein Rasender hervorgestürzt, undhabe dann grol'se Thaten gethan; I'oseidonius aber ha-be einen aufserordentlichen Muth bewiesen, ohne denTod zu suchen, und sey für so viel vortrefflicher zuachten. Doch mochte sie auch der Neid zu diesem ür-theil bewegen. Alle oben erwähnte, die in dieser