222 Die entlassenen Bundsgenossen gehorchten demLeoniflas, uncl entfernten sich. Die Thespier und The-baner blieben bey den Lacedämoniern; die letzterenwider ihren Willen, da sie Leonidas gleich Geiiselnbey dein Heere gehalten hatte; die Thespier aber ganzfreywillig. Denn diese erklärten, dafs sie den Leoni-das und seine Gefährten nicht verlassen, sondern blei-ben und mit ihnen sterben wollten. JDemophilus, desDiadromes Sohn, war ihr Anführer.
223 Mit Sonnenaufgang opferte Xerxes, und brachdann, zufolge der mit dem Epialtes getroffenen Abrede,nachdem er noch etwas gewartet hatte, um die Zeit,wo der Markt sich vorzüglich mit Menschen füllt, mitseinem Heere auf. Denn wenn man den Berg hinabsteigt, ist der Weg kürzer als beym Hinaufsteigen, woman den gröfsern Umweg nehmen mufs. Das Heer desXerxes schritt also vor, wählend die Hellenen unterdem Leonidas ebenfalls viel weiter als bey den erstenGefechten, ja bis an die breitste Stelle des Tasses vor-drang. An den vorigen Tagen hatte die Mauer ihrenKücken gedeckt, indem sie bloß in dem engsten Theildes l'asses fochten. Bey dem Tieften, welches jetzt in,der freyen Gegend geliefert ward, fielen eine MengeBarbaren. Denn hinter ihnen standen die Anführerder verschiedenen Abtheilungen mit feilschen, hiebenauf einen jeden, und drängten sie vorzurücken. Vielestürzten in das Meer und ertranken; viel mehrere nochwurden lebendig durch die nachstrebenden Haufen zer-treten.' Niemand achtele auf die Fallenden. Und dieHellenen, die es vorher wulsten, dafs die über das Ge-
III. B. K