Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
278
Einzelbild herunterladen
 

£70

Während die Feldherren sich noch in Athen befan-den, hatten sie einen Mann aus der Stack, Namens

es sich, dafs er bey den ölimpischeu Spielen mit einemvierspännigen Wagen den Sieg errang; er übcrliefs die-»en Sieg aber seinem leiblichen Bruder von mütterlicherSeite, Miltiades. .Im folgenden Jahre brachten ihm dienämlichen Pferde den Siejr. Er aber liefs statt seinerden Pisistratus als Sieger ausrufen; und dieser gestatteteihm darauf in sein Vaterland zurückzukehren. Als eraber nach dem Tode des Pisistratus mit den nämlichenPferden in einer dritten ülimpiade den Sieg erkämpfte,Uefsen ihm die Söhne des Tyrannen durch Männer, die.ihm während der Nacht auflauern mufsten, bey demPritaneum ermorden. Cimön ward vor der Stadt, jenseitsdes Keuschen Weges, begraben; und ihm gegenüber dieStuten, die den Sieg bey den drey Olimpiaden davon getra-gen hatten; denn nur die Pferde des Lacediunoniers Euago-ras hatten das nämliche gethan, und aufser diesen keine.Der älteste von Cimons Sühnen, Namens Stesagoras,war damals bey seinem Oheim Milüades im Chersoneserzogen; der jüngere, der von diesem Befehlshaber imChersones den Namen Miltiades erhalten hatte, befandsich bey seinem Vater zu Athen. Jetzt kam er aber selbstio4aus dem Chersones zurück, und sollte nun die Athe-nienser gegen die Perser anführen , nachdem er zweymaldem Tode entgangen war. Denn erstlich hatten sich diePhonicier, die ihn bis Imbrus verfolgten, grofse Mühegegeben ihn zu fangen, weil sie über alles wünschtenihn vor den Konig zu führen. Darauf, nachdem er die-sen entgangen war und sich nach seiner Ankunft inAthen irr Sicherheit zu befinden glaubte, ward er hierdurch seine Feinde verfolgt, und unter dem Vorwandc,dafa er sielt zum Tyrannen im Chersones hätte aufwer-ten wollen, vor Gericht geschleppt. Hier aber sprachmau ihn frey, und er ward nun, durch das Volk ge-wählt, Feldherr der Alheuienser.