Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
276
Einzelbild herunterladen
 

&y6

ten die Kinder' der Bewohner als.Geifseln mit sich. ,Auf dieser Fahrt fanden sie bey Karistus, wo ihnendie Einwohner weder Geifsel geben, noch gegen ihreNachbaien, die Eretrier und Athenienser, zu Feldeziehen wölken, Widerstand. Sie belagerten sie alsound verwüsteten ihr Land so lange, bis sie sich ihremWillen fügten.

Als die Eretrier erfuhren, dafs die Persische Flotteiooihren Lauf gegen ihre Insel richte, baten sie die Alhe-nienser um Hülfe. Auch schlugen sie ihnen diese nichtah, sondern schickten die viertausend Mann, welchenman das Land der Chalcedonischen Ritter zu theilengegeben hatte. Die Eretrier aber hatten ihre Sachennicht wohl überlegt. Denn sie liefsen die Alhenienserkommen, und waren doch in folgende Meynungen ge-theilt. Die einen wollten die Stadt verlassen undnach den gebürgigten Gegenden von Euboa fliehen;die andern, die nur eigenen Vortheil bey den Persernerstreben wollten, schmiedeten einen Verrath. Alsdaher die Athenienser kamen, machte sie Aeschinesdes Nolhons Sohn, mit der ganzen Lage der Dinge,von der er sehr wohl unterrichtet war, bekannt; undbat sie, wieder in ihr Vaterland zurückzukehren, da-mit .sie nicht zugleich in das Unglück von Eretriaverwickelt würden. Die Athenienser folgten seinemKäthe, giengen nach Oropus hinüber, und rettetensich.

Die Perser legten bey ihrer Ankunft mit ihrenioiSchiffen im Eretrischen Gebiete zu Temenus Choreaund Aigilia an, besetzten diese Orte, brachten ihre