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che ihr Haar lang herabhängend trugen, erschlagen,ihre Weiher und Kinder zu Sklaven verkauft wurden,und der Tempel an Didimus ausgeplündert und ver-brannt ward. Der Schätze dieses Tempels habe ich indem vorhergehenden Theile meiner Erzählung häufiggedacht.
Die gefangenen Milesier wurden nach Susa ge- 20schleppt, wo ihnen der König Darius ferner kein Leidzufügte, und sie in der Stadt Ampe, die an der Mün-dung des Tigris am EriLhreischen Meere liegt, wohnenhiefs. Von dem Milesischen Gebiete behielten die I'er-ser die Stadt nebst den sie umgehenden Fluren, undräumten die höheren Gegenden den l'edasischen Kariernzum Anbau ein.
Als die Milesier dieses Unglück traf und sie ihrer 21Stadt beraubt wurden, bewiesen die Sibariten, welcheLaus und Skidrus bewohnten, keine ähnliche Theil-nahme, wie einst die Milesier bey der Einnahme vonSibaiis durch die Krotoniaten. Die Milesier von jedemAlter hatten sich nämlich damals den Kopf geschoren,und diesem Schicksale grofse Klagen gewidmet; dennjene Städte waren von allen, die wir kennen, am ge-nauesten durch Gastfreundschaft verbunden. Nicht sohandelten die Athenienser. Sie liefsen es vielmehr aufvielfache Weise laut werden, wie tief sie die Einnah-me von Milet schmerzte; und straften den l'hrinichus,der die Einnahme von Milet in ein Drama gekleidet,und durch dessen Vorstellung das Theater in Thränenversenkt hatte, um tausend Drachmen, weil er siegleichsam an eignes Unglück erinnert hätte; auch be-