ir,S
Drittes Kapitel.
Auf solche Weise erreichte die Regierung der Tyran-nen hier ihr Ende. Sobald Aristaeoras dies ausgeführtsah, befahl er den Städten, dals jede von ihnen sichFeldherren wählen sollte, und begab sieb darauf selbstauf einer Triere nach Sparta, weil et einen mächtigenBundsgenossen suchen mufste.
Damals herrschte Anaxandrides, der Sohn des 59Leon, nicht mehr über Sparta, Er war schon gestor-ben, und sein Sohn Kleomenes, nicht seiner Vorzüge,sondern geiner Geburt wegen, ihm in der Regierunggefolgt. Denn Anaxandrides hatte seiner SchwesterTochter zur Gemahlin. Da diese ihm aber, obgleich •er sie liebte, leeine Kinder gebar, beriefen ihn dieEphoren vor sich, und sprachen zu ihm: ,,Wenn du„selbst, auch nicht für dich sorgst, so können wir es,,doch nicht ruhig ansehen, dals des Euristhenes Ge-schlecht ausstirbt. Darum sagen wir dir, schicke„deine jetzige Gattin, da sie dir keine Kinder gebiert,„weg, und heyrathe eine andre. Denn dadurch wirst„du dich den Spartiaten gefällig beweisen." Anaxan-drides aber antwortete: er wurde keins von beydenthun; und sie handelten unrecht, wenn sie ihn bewe-gen wollten, sein Weib, welches sich kein Verbrechenwider ihn hätte zu Schulden kommen lassen, zu ver-