Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
106
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sollte, so lange die Erde liier in ihrem gegenwärtigenZustande bleiben würde. Die Barkäer versprachen:dem Könige einen anständigen Tribut zu zahlen; unddie Perser: dafs sie keinerley Neuerungen in Barkevornehmen wollten. Hierauf giengen die Barkäer, imVertrauen auf das geschlossene Bündnifs, vor ihre nungeöffneten Thore * und lielsen von den Feinden jedenwer wollte hinein kommen. Da brachen aber diePerser die heimliche Brücke, und stürzten in dieStadt. Dies that.en sie, um ihren Eyd zu halten, wel-chen sie den Baikäern geschworen hatten: dal's derVertrag sie so lange binden sollte, als der Bodeu inseinem gegenwärtigen Zustande bleiben würde ; nach-dem die Brücke aber abgebrochen war, haftete derEyd nicht mehr an der Stelle.

Pheretime liefs nun alle diejenigen, welche anao2dem Tode ihres Sohnes vorzüglich Theil genommenhatten, sobald sie ihr von den Persern ausgeliefertworden waren, rund um die Stadt ans Kreuz schlagen,die. Brüste ihrer Weiber abschneiden, und sie überallan die JVIauern anspiefsen. Die übrigen Barkäer, dieBattiaden und diejenigen, welche an dem Morde kei-nen Theil genommen hatten, und denen sie auch dieStadt lies, gab sie den Persern als Beule Preis.

Die Perser machten alle zu Sklaven, und traten2ognun ihren Rückzug nach Aegipten an. Als sie an dieStadt der Chenäer kamen, lielsen diese sie aus Ehr-furcht gegen eine alte Sage ungehindert durchziehen.Nachdem aber die Landmacht durchgezogen war, be-fahl Badres, der Befehlshaber auf der Flotte, die Stadt