nun das Persische Heer zum grofsen Theil aus Fufs-volk bestand, und überdies mit dem Lande, wo siekeine Strafsen vorfanden, unbekannt waren, die berit-tenen Scithen hingegen alle kürzere Wege wufsten; soverfehlten sie einander, und die Scithen gelangtenlange vor den Persern an den Strom. .Da sie bey ihrerAnkunft erfuhren, dafs die Perser noch nicht hinge-kommen wiiren, sprachen sie zu den Jonern , die sichauf ihren Schiffen befanden: „Die Zahl der Tage, wel-„che ihr hier warten solltet, ist nun verflossen, und„ihr thut nicht recht daran, wenn ihr langer hier ver-„weilet. Da, ihr indessen bisher aus Furcht bliebt, so„brecht nun die Brücke ab, zieht euch so schnell wie„möglich zurück, und lebt glücklich als ein freyes„Volk, und wifst dann den Göttern und den Scithen„Dank dafür. Euern vorigen Gebieter wollen wir in.„dessen schon so zurichten, dafs es ihm nicht mehr„einfallen wird , gegen irgend ein Volk der Menschen„zu Felde zu ziehen."157 Hierauf beratschlagten sich die Joner. Miltiades,der Athenienser, der die Chersonesiten im Hellesponfcanführte und beherrschte, war der Meynung, mansollte den Scithen folgen und Jonien frey machen.Dagegen aber lehnte sich Histiäus von Milet auf, undsagte, wie ein jeder von ihnen nur dem Darius dieHerrschaft über seine Stadt verdankte , und wie, wenndie Macht dieses Königes zerstört werden sollte, wederer selbst die Milesier, noch irgend einer von ihnenseine jetzigen Unterthanen mehr würde im Zaum hal-ten können, da jede Stadt gewifs eine demokratische
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