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2 (1799)
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iglaubt, dafs es aufser dem seinigen keinen andern Gott

mehr gebe. i

95 Die Hellenen, welche am Ilellespont und Pontuswohnen, haben mir über jenen Zalmoxis nachstehendeserzählt. Zalmoxis war ein Mensch, und diente demPilhagoras , dem Sohne des Mnesarchus in Samus, alsSklave. Hernach aber erlangte er seine Freyheit, underwarb sich grofse Ileichthümer, mit denen er am Endein sein Vaterland zurückkehrte. Weil aber die Thra-cier damals noch eine wilde, rohe Lebensart führten,Zalmoxis hingegen durch seinen Umgang mit den Hel-lenen und einem ihrer ersten Sophisten, Pithaporas, andie Jonische Lebensweise und an höhere Sitten, alsdie Thracischen waren, gewöhnt war; liefs er sich einMännergemach bauen, und die angesehensten Bürger idahin einladen. Er bewirthete sie dort auf das reich-lichste, und lehrte sie, wie weder er, noch seine Trink-genossen, noch alle ihre Nachkommen jemals sterben,sondern an einen solchen Ort kommen sollten, wo siesich im Besitz eines ewigen Daseyns, des Genussesalles Guten erfreuen sollten. Während er dies betriebund lehrte, liefs er sich zugleich eine unterirdischeWohnung bauen, und sobald sein Haus durchaus vol-lendet war, verschwand er vor den Thraciern. Er stieg ,hinab in die unterirdischen Gemächer, und lebte dortdrey Jahre lang, während jene ihn zurück wünschtenund für todt betrauerten. Erat im vierten Jahre nach-her erschien er ihnen wieder; und auf diese Weisewurden der Nation seine Lehren glaubwürdig.

96 Dies wird von dem Zalmoxis erzählt; und ich