ralater, und das ganze Volk nennt sich nach dem Worte,welches in ihrer Sprache König bedeutet, Skoloter;denn den Namen, Scithen, gaben ihnen die Hellenen.—7 Seit ihrem Ursprünge oder seit der Regierung ihresersten Königes Targitaus, bis auf den Einfall des Dariusin ihr Land, behaupten sie, sind nicht mehr und nichtweniger als grade tausend jähre verflossen. Jene gol-dene Kunstwerke verwahren ihre Könige mit der grflfs-ten Sorgfalt, und besuchen sie jährlich, um sie durchreiche Opfer zu versöhnen. Wer das heilige Gold ver-wahrt, und während des Festes unter freyem Himmeleinschlaft, überlebt, wie sie sagen, das nämliche Jahrnicht; und deswegen geben sie ihm soviel Land, alser an einem Tage mit einem Fferde zu umjagen ver-mag. Weil das Land so grofs ist, theilte es Kolaxaisseinen Söhnen in drey Reiche, und machte dasjenige.,worin das Gold aufbewahrt wird, zum gröfsten. Dieje-nigen Scithen, welche am höchsten gegen Norden woh-nen, sind nicht im Stande weiter hinauf vorwärts zusehen, noch zu gehen, weil die ganze Erde und dieLuft so in Federn gehüllt sind, dafs sie alle Aussichthemmen.8 Dies erzählen die Scithen von sich und ihrem
Lande, Die Hellenen am l'ontus hingegen behaupten:Heraktes wäre, als er die Kinder des Gerion wegge-trieben hätte, in das damals öde Land gekommen, wel-ches gegenwärtig die Scithen bewohnen. Gerionwohnte aufserhalb dem l'ontus, auf der Insel Eritheia,welche jenseits der Säulen des Herakles, unfern denGedeirern im Oceanus Hegt. Denn nach ihnen ent-