Druckschrift 
2 (1799)
Entstehung
Seite
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keine geringere Mühseligkeiten, als sie in Medien ge-flohen waren, indem sich ein grofses Heer ihrem Ein-züge widersetzte. Ihre Weiher hatten während derlangwierigen Entfernung ihrer Manner den Sklavenheygewohnt *); und aus diesen Umarmungen war eineJugend entsprossen, die sich, als sie ihre Abkunft er-fuhr, den Ankömmlingen aus Medien widersetzte. 3Zuerst schnitten sie das Land durch einen hreitenGra-ben , den sie von dem Taurischen Gebürge bis an dasMitotische Meer, wo es am breitesten ist, zogen, ab,und als die Scithen demohnerachtet einzudringen ver-suchten, giengen sie ihnen entgegen und schlugen sichmit ihnen. Doch da sich diese Gefechte öfters erneu-erten, und die Scithen nichts dabey gewonnen, sagteeiner von ihnen:Was thun wir, ihr Scithen? Wah-rend wir mit unsern Sklaven fechten, wird unsreZahl durch die Fallenden immer kleiner; und tödlen

*) Die Scitlien berauben alle ihre Sklaven des Gesichts um 2der Milcli willen, die ihr Getränk ist. Diese gewinnensie, indem sie knöcherne Blasrohren, die mit Flöten diegröfste Aehnlichkeit haben, in die Mutterscheide derStuten stecken, und dann hinein blasen, wahrend anderedie Thicrc melken. .Durch dies Blasen, behaupten sie,würden die Adern des Pferdes so angefüllt, dafs sieb dasEuter senke; und deshalb diäten sie es auch. Ist danndie Milch gemolken, so giefsen sie sie in ausgehöhltehölzerne Gefäfse, und stellen die Sklaven umher, um sieumzurühren, Was sich nachher oben aufsetzt, nehmensie ab und halten es für das Beste; was untersinkt hin-gegen für schlechter. Dies ist der Grund, weswegen siejedem, den sie gefingen nehmen, das Gesicht rauben;denn sie sind Nana.de« und bestellen keinen Acker.