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Eroberung der Stadt selir am Herzen läge. Und alser sah, wie sehr der König sie wünschte, gieng erwieder mit sich zu Rathe, auf welche Weise er dieStadt erobern, und sich die That dann ganz alleinzueignen könnte ; denn bey den Persern wird persön-liche Tapferkeit immer durch grofse Ehre belohnt.Zopyrus fand, dafs er der Stadt nicht anders würdeMeister werden können, als wenn er sich selbst ver-stümmelte, und dann zu den Babyloniern überglenge.Dies schien ihm bald eine Kleinigkeit und er verstüm-melte sich auf eine unheilbare Weise; denn er schnittsich Nase und Ohren ab , schor sein Haar auf einea 55schimpfliche Art, geifselte sich und begab sich sozum Darius. Dieser ward schrecklich zornig, als ereinen Mann von so edler Abkunft auf eine solcheWeise geschändet sah. Er sprang von seinem Stuhleauf und rief ihm entgegen, wer ihn so schrecklichverstümmelt, und wodurch er sich diese Behandlungzugezogen hätte. Jener antwortete : „Kein Mann„ausser dir hat die Macht, mich in einer. chen Zu-,,stand zu versetzen. Auch ist es kein Fremc Kö-
„nig der Perser, der dies gethan hat; ich .hat es„selbst, weil es mich schmerzte, die Perser von den„Afsyrem verspottet zu sehen." Der König erwie-derte : „Elender , du giebst einer abscheulichen That„nur einen schönen Namen, wenn du sagst, du hat-„test dich um der Belagerten willen so schrecklich„behandelt. Denn sprich, Unsinniger , werden wir„die Stadt darum eher einnehmen , weil du dich ver-stümmelt hast, und war dir nicht der Verstand davon
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