Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
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318
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dies sagte, gerietli er in Zorn, und antwortete:Wenndie Perser sagen, dafs ich wegen meines Hanges zumWeine den Verstand verlöre, und nicht bey Sinnenwäre, so war ihre frühere Rede falsch." Denn schonfrüher hatte er einmal die Perser, die zu seinem Rathegehörten, und unter diesen den Krösus gefragt, wasfür ein Mann er im Vergleich mit seinem Vater Cyruswäre, und sie hätten ihm geantwortet, er wäre gröfser,wie sein Vater: Denn er besäfse nicht allein alles,was jener besessen hätte, sondern a'ufserdem auch nochAegypten und das Meer. So sprachen die Perser, aberdem Krösus gehel die Entscheidung nicht, und ersagte:Mir, Sohn des Cyrus, scheinst du nicht sogrofs, wie dein Vater, denn du hast keinen Sohn,wie er uns in dir einen hinterliefs." Diese Antwortgefiel dem Kambyses, und er lobte sie.

Daran erinnerte er sich jetzt, und sagte zürnend 55zum Prexaspes:Erfahre du nun an dir seiher, obdie Perser die Wahrheit reden, oder ob sie nichtselbst wahnsinnig sind. Denn treffe ich deinen Sohn,wenn er sich dort in den Vorplatz stellt, mitten insHerz, dann ist die Rede der Perser offenbar nichtig,Eehle ich aber, so sagen sie die Wahrheit, und ichbin nicht bey Sinnen." Also sprach er, spannte denBogen, und traf das Kind. Da er fiel, befahl er,dafs man ihn aufschneiden, und die Wunde zeigensollte. Man fand den Pfeil in dem Herzen, und hoch-erfreut wandte der König sich lachend zum Vater desKnaben, und sagte:Du siehst jetzt, Prexaspes,dafs ich nicht wahnsinnig bin, sondern die Perser