Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
286
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Unter diesem Könige soll Aegypten durch die Ge-i77schenke, welche der Flufs dem Lande und das Landden Menschen machte, am glücklichsten gewesen seyn;so dafs man damals zehntausend bewohnte Orte imReiche gezählt haben soll. Der nämliche König gabauch das Gesetz, dafs alle Bürger, dem Nomarchus derStadt, wo sie wohnten, anzeigen sollten, wovon sielebten, und dafs jeder, der dies versäumte, oder keinrechtniäfsiges Gewerbe angeben könnte, am Leben ge-straft werden sollte. Solon, der Aethenienser, nahm diesGesetz von den Aegyptern und brachte es in sein Va-terland, wo es noch bis auf den heutigen Tag unver-brüchlich gehalten wird.

Amasis liebte die Hellenen und bewies dies auch^Sauf-mannigfaltige Weise, besonders aber dadurch, dalser denjenigen, die nach Aegypten kamen, erlaubte, Nau-kratis zu bewohnen. Denjenigen von ihnen, die sichnicht in Aegypten niederlassen wollten, sondern blofsdie Seefahrt hin und her betrieben, schenkte er einigeGegenden, um ihren Gottheiten dort Altäre und heiligePlätze zu weihen. Den gröfsten, berühmtesten undam meisten besuchten Ort dieser Art, den man denHellenischen Hain nennt, haben folgende Städte ge-weiht: Chius, Teus, Tfoliäa und Klazomene von denlonern, Rhodus, Knidus, Halikarnafsus und Phasetisvon den Doriern, und Mitylene alleine von den Aeo-lern. Diesen Städten gehört jener Hain, und diesesind auch die Vorsteher bey dem dortigen Handel.Zwar nehmen auch andre Städte an dem Handel An-theil, aber bey ihnen ist er von weniger Bedeutung.