Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
276
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Siege erfochten hatte, dem Apollön zu Branchis imMilesisehen Laude , und starb nach einer Regierungvon sechszehn Jahren, indem er seinem Sohne Psammisdie Herrschaft überlieferte.

Während Tsammis König von Aegypten war, ka-160men Eleische Männer als Gesandte dahin, die sichrühmten, sie hätten die schönsten und gerechtestenGesetze für die Olympischen Wettkämpfe gegeben,und die sogar glaubten: die Aegyter, die weisestenaller Menschen, würden keine heisre festsetzen kön-nen. Da sie aber, bey ihrer Ankunft in Aegypten,sagten, weswegen sie gekommen wären, berief dieserKönig alle Einländer, die in dem Rufe vorzüglicherWeisheit standen, vor sich, und als diese versammeltwaren, liefsen sie sich die Sache von den Eleiern vor-tragen. Die Eleier unterrichteten sie von allen Sitten,die bey den Wettkämpfen üblich waren, und sagtendann, dafs sie gekommen wären, um zu vernehmen, obdie Ae^ypter sich wohl eine noch schönere Einrich-tung denken könnten. Nachdem die Aegyptar sich be-rathschlagt hatten, fragten sie die Gesandten, ob ihreMitbürger an den Kämpfen Theil nähmen, und dieseantworteten, dafs es einem jeden von ihnen, so wieden übrigen Hellenen, frey stände mit zu kämpfen.Da sagten ihnen die Egypter, dafs dies einer gerech-ten Einrichtung sehr widerspräche, weil es gewifs zuvermuthen wäre, dafs sie ihre Mitbürger bey denKämpfen begünstigen und den Fremden unrecht thunwürden. Wollten sie also billige Gesetze geben, undwären sie deshalb nach Aegypten gekommen, so rie-