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1 (1799)
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155 Schon oft habe ich des Orakels in Aegypten er-wähnt, und weil es so äufserst merkwürdig ist, willich es jetzt noch weitläufiger beschreiben. Es ist derLeto heilig, und in einer grofsen Stadt erbaut, -welcheich schon früher Bulus genannt habe, und die, wennman vom Meere aus dem Strom hinauffährt, an der Se-bennytischen Mündung des Nils liegt. Aufser demTempel der Leto sieht man auch dort einen Tempeldes Apollons und der Artemis. Aber der der Leto, wodas Orakel ist, ist grofs, und hat zehn Orgien hohePropyleen. Doch was mich von den sichtbaren Din-gen am meisten mit Bewunderung erfüllt, hat, ist dieKapelle der Leto im Haine. Denn die Mauern daran,wovon die Länge und Höbe gleich sind, und jedevierzig Ellen beträgt, sind aus einem einzigen Steineaufgeführt, und das Dach, wovon das Gewölbe vierEllen hoch ist, besteht ebenfalls aus einem einzigenSteine.156 Von den Dingen, die man nicht sehen kann, istdas Schwimmen der Insel Chemmis das sonderbarste.Sie liegt in einem tiefen und breiten See bey Butus,und die Aegypter behaupten, sie schwämme. Ichselbst habe sie zwar weder schwimmen noch sich be-bewegen gesehen, halte es aber in der That für äus-serst wunderbar, wenn sie es thut. Man sieht aufihr einen grofsen Tempel des Apollons nebst d'rey ver-schiedenen Altären, und sie ist mit Palmen und an-dern fruchtbaren und unfruchtbaren Bäumen bewach-sen. Aufserdem dafs die Insel schwimmend wäre, er-zählen die Aegypter bey der Gelegenheit noch folgen-

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