270
den Grund daraus in den Nil, der ihn dann mit sichfortrifs und zerstreute.
Während die zwölf Könige das Land mit Gerech-151tiglceit beherrschten, feyeiten sie einmal in den Tem-pel des Ilephaistus ein Fest, und da sie am 'letztenTage desselben noch libiren wollten, brachte derOberpriester durch ein Versehen für die zwölfe nurelf goldene Becher; denn sie pflegten aus goldenenBechern zu opfern. Da nahm I'sammetichus, derkeinen Becher erhalten hatte, und in der Reihe zu-letzt stand, seinen ehernen Helm ab, und opfertedaraus. Auch die übrigen Könige trugen alle Helme,und hatten auch damals grade welche auf. Psamme-tichus aber hielt den sehiigen unter, und opfertedaraus, ohne sich irgend einer List dabey bewufstzu seyn; aber die übrigen erinnerte seine That andas Orakel, welches ihnen gesagt haue, dafs derje-nige von ihnen, welcher aus einer ehernen Schaleopfern würde, Alleinherrscher über Aegypten werdensollte. Sie wollten den Psainmetichus indessen darumdoch nicht umbringen, weil sie bey einer genauenUntersuchung fanden, dafs er es ganz ohne alle böseAbsicht gethan hatte, und sie beschlossen nur, ihmden «röfsten Theil seiner Macht zu nehmen, und ihnin die Sümpfe zu verbannen. Diese sollte er dannnicht wieder verlassen, und keinerley Verbindung mitdein übrigen Aegypten unterhalten.
Dieser Psainmetichus war in frühern Zeiten vori52dem Aethiopen Sabakus , der seinen Vater Uekon um-gebracht hatte, nach Syrien geflohen. Sobald der