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der See gegraben war, liefs sie Steine herbey fübren,und seine Ränder damit auskleiden. Sie unternahmdiese beyden Arbeilen, dafs sie dem Flusse eine krummeRichtung geben, und den giofsen See graben liefs,damit die Schnelligkeit des Stroms durch die vielenKrümmungen gebrochen, und jedes Schiff, welchesnach Babylon gienge, genöthigt würde, dieser krummenRichtung zu folgen, während diejenigen, die bey demSee an das Land stiegen, den langen Umweg um den-selben herum nehmen mufsten. Diese Anstalten wur-den gerade dort getroffen, wo die Pässe in das Landführen, und wo der kürzeste Weg von Medien dahingeht, und dies zwar, damit den Medern aller Verkehrmit den Babyloniern abgeschnitten würde, und sienichts von ihren Unternehmungen erfahren konnten.
Jene Arbeiten machte Nitokris zu ihrem Haupt-iQögeschäfte. Aber aufser diesen, führte sie folgendesWerk, wie eine Nebensache, aus. — Weil die Stadtdurch den Flufs in zwey Theile getheilt war, mufstesich unter den vorigen Königen ein jeder, der voneinem Theile in den andern kommen Wollte, in Schiffenhinüber setzen lassen, und dies war, glaube ich,äufserst beschwerlich. Deswegen hinterliefs die Köni-ginn, nachdem der See schon fertig war, noch einandres Denkmal. Sie liefs grofse Steine hauen, undda diese bereit waren, den Flufs in den vorher gegra-benen See leiten. Nachdem dieser mit Wasser ange-füllt, und das alte Flufsbette ausgetrocknet war, liefssie erstlich die Ufer des Flusses und alle Zugänge, dievon den kleinen Thoren zu ihm hinführten, der ganzen