Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
125
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Land wohnen kommen; jede Stelle, die sie wählenwürden, sollte ihnen offen stehen, und als er sie hierzunicht bewegen konnte und erfuhr, wie sehr die Machtder Meder zunähme, schenkte er ihnen Geld, um ihreStadt mit einer Mauer zu umgeben. Dies gab er ihnenim Ueberflufs; denn der Umfang der Mauer beträgtviele Stadien, und sie ist ganz aus grofsen, wohl ineinander gefügten Steinen aufgeführt.16/j Jetzt kam Harpagus, um die Fholcäer zu belagern.Doch liefs er ihnen vorhersagen, dafs er schon zufrie-den seyn wollte, wenn sie nur ein Vorwerk an denMauern zerstöhren, und den Göttern ein Haus weylienwollten. Aber die l'hokäer verabscheuten die Knecht-schaft, und liefsen ihm wiedersagen, er mochte ihnennur einen Tag Bedenkzeit lassen, dann wollten sieantworten; doch während dieses Tages, müfste er seinHeer von ihren Mauren zurückziehen. Harpagus ant-wortete, er wüfste wohl, was sie thun würden, indes-sen wollte er ihnen diesen Tag zur Berathsclilagunglassen. Aber an dem nämlichen Tage, an dem er seinHeer entfernte, zogen die l'hokäer ihre Funf/.igrudrerins Meer, luden Weiber, Kinder und alles Hausge-räthe, so wie die Bildsäulen aus den Tempeln, undalle Weihgeschenke, ausgenommen was Erz, Stein oderMahlcrey war, darauf, stiegen selbst hinein und schiff-ten nach Ghlus. Darauf besetzten die Perser das men-schenleere Phokäa.*65 Die Phokäer gedachten von den Chieern die sogenannten Oenufsischen Inseln zu kaufen. Als sie ih-nen diese aber nicht überlassen wollten, aus Furcht,